Deutsche Eishockey Liga

Iserlohn Roosters gastieren am Samstag bei den Nürnberg Ice Tigers

Eishockeyspieler im Laufduell
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Für Taro Jentsch (links) und die Iserlohn Roosters geht es zum Auftakt der Duelle mit den Südvereinen am Samstag nach Nürnberg. Dort wollen die Sauerländer an ihre zuletzt gute Leistung gegen Wolfsburg anknüpfen und wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs einfahren.

Als Vierter haben die Sauerländer die Runde in der Nordgruppe auf einem Playoff-Platz abgeschlossen. Und diese Platzierung wollen sie in den 14 Vergleichen mit den Südteams bis zum 18. April festigen. Los geht es in Nürnberg.

Iserlohn – Es ist ein Gefühl von Vorfreude. Wenn die Iserlohn Roosters am Samstag ab 17.30 Uhr ihr erstes Match bei den Nürnberg Ice Tigers, dem ersten Gegner aus der Südgruppe bestreiten, dann ist das für viele ein ganz besonderer Moment.

„Es kommt so etwas wie Eishockeygefühl auf, das dir natürlich fehlt, wenn du immer nur anderthalb oder zwei Stunden im Bus sitzt und nach Köln, Düsseldorf oder Krefeld fährst“, lacht Marko Friedrich. Der Stürmer liebt Derbys, aber er freut sich auch, sich jetzt mit den Südteams messen zu können, von denen viele Experten in den letzten Wochen immer wieder behauptet haben, sie würden besseres Eishockey spielen als der Norden.

„Genau diese Aussagen stacheln natürlich an. Ich bin sicher, dass viele Jungs etwas zu beweisen haben in den kommenden Wochen“, betont Manager Christian Hommel.

Iserlohn Roosters gastieren am Samstag bei den Nürnberg Ice Tigers

Sein persönliches Fazit der bisherigen 24 Partien der Spielzeit fällt durchaus positiv aus. Hommel: „1,5 Punkte im Schnitt sind okay. Wenn mir das vor dem Saisonbeginn angeboten worden wäre, hätte ich eingeschlagen.“ Hommel fehlt eigentlich nur eines, die Zuschauer. In Anbetracht steigender Inzidenzen ist wohl auch das kleine Fünkchen Hoffnung Geschichte, dass man vielleicht doch noch ein paar Partien vor wenigen Zuschauern machen könnte.

Hommels Mannschaft und vor allem auch sein neuer Trainer Brad Tapper hätten es verdient. „Ich glaube, dass wir uns in den letzten Wochen entwickelt haben. Wir spielen aggressiver. Ich bin ein wenig überrascht, wie schnell die Mannschaft das hinbekommen hat. Insbesondere das Spiel gegen Wolfsburg hat gezeigt, dass wir diese Qualität auch über ein ganzes Spiel aufs Eis bringen könnten.“

Das werden die Sauerländer in Nürnberg und den folgenden 13 Partien ebenfalls tun müssen, wollen sie ihren Tabellenplatz verteidigen und mindestens als Vierter in die Playoffs einziehen (aktuell vier Punkte Vorsprung auf die fünftplatzierten Kölner Haie).

„Wir haben uns gut vorbereitet, zuletzt gute Spiele gemacht und haben viel Selbstvertrauen“, sagt Cheftrainer Brad Tapper. Er warnt dennoch davor, den Gegner aus Franken zu unterschätzen, der die Runde in der Südgruppe als abgeschlagener Letzter beendet, zuletzt am 21. Februar gewonnen hat. „Das ist eine junge, engagiert spielende Mannschaft, die versuchen wird, uns alles abzuverlangen.“

Wir haben uns gut vorbereitet, zuletzt gute Spiele gemacht und haben viel Selbstvertrauen.

Brad Tapper (Roosters-Trainer)

Die Franken haben erst vor ein paar Tagen den Sportmanager gewechselt, der Ex-Berliner Stefan Ustorf hat übernommen. Mit ihm hofft man, spätestens in der kommenden Saison wieder sportlich durchstarten zu können, denn bislang wusste die junge Mannschaft in dieser Spielzeit wenig zu überzeugen.

Bei den Roosters wird Andy Jenike im Tor stehen, weitere Umstellungen sind nicht geplant. Während Dieter Orendorz (Handverletzung) weiter nicht zur Verfügung steht, gibt es gute Nachrichten von Topverteidiger Ryan O’Connor. Der hat sich noch einmal eingehenden Untersuchungen unterzogen und kann jetzt definitiv ausschließen, noch mit Spätfolgen kämpfen zu müssen. „Die Ärzte sind sehr zufrieden mit mir, hoffen wir, dass es so bleibt.“ Offenbar wird O´Connor früher als zunächst erwartet in die Roosters-Mannschaft zurückkehren können.

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