Deutschland-Cup-Pause

In der Trainerfrage bleiben alle Optionen offen

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Unter Interimstrainer Jari Pasanen kassierten die Roosters trotz Leistungssteigerung zwei weitere Niederlagen, bleiben damit Letzter. Ob er dennoch eine Zukunft als neuer Chefcoach hat, ist noch völlig ungewiss.

ISERLOHN - Die Wahrheit ist der letzte Tabellenplatz. Diese bittere Erkenntnis sollte den Iserlohn Roosters auch nach dem Rausschmiss des Cheftrainers nicht entgehen. Auf das Ende der Ära Mason folgten zwei weitere Niederlagen. Diesen Negativtrend konnten die Systemveränderungen nicht aufhalten.

„Gemeinsam mit den Spielern haben wir den Forecheck vereinfacht, das Penaltykilling und auch ein paar Bullysituationen“, erklärt Interimscoach Jari Pasanen. Es war der ausdrückliche Wunsch des Teams. Damit haben Kritiker vielleicht einen Hauch von Antwort, was Mason am Seilersee falsch gemacht hat.

Neben der hinter den Kulissen kritisierten Trainingssteuerung war seine Idee eines Spielsystems vielleicht zu kompliziert für Wolf & Co. Ob Vereinfachung grundsätzlich Erfolg bringt, bleibt dennoch abzuwarten.

Ob Pasanen Erfolg bringt, ebenfalls. Manager Karsten Mende wollte sich nach den Ergebnissen des Wochenendes nicht festlegen. „Jari hat einen guten Job gemacht, er soll seine Chance bekommen, das habe ich schon in der vergangenen Woche gesagt.“

Was das im Detail bedeutet, lässt der Manager offen. „Wir können seine Zukunft nicht an zwei Spielen festmachen, das wäre unfair.“ Heißt im Klartext: Die Iserlohn Roosters lassen sich alle Optionen offen, werden die Entwicklungen der weiteren Partien abwarten.

Drei Tage hat die Mannschaft nun Gelegenheit, sich zu entspannen. Insbesondere die Bayern nutzten die Gelegenheit, gleich nach der Ingolstadt-Niederlage in der Heimat zu bleiben. Michael Wolf reist am Mittwoch zur Nationalmannschaft und spielt in München als einziger Iserlohner beim Deutschland-Cup.

„Diese Pause kommt für uns genau zur richtigen Zeit. Wir müssen wieder zu unserem Selbstvertrauen finden, denn so kann es nicht weitergehen. Wir sind meilenweit von unseren selbst gesteckten Zielen weg, wollen unbedingt in die Playoffs und dafür müssen wir dringend Spiele gewinnen“, so Collin Danielsmeier.

Am eigenen Schopf aus dem Tal herausgezogen hat sich dagegen Torhüter Erik Ersberg. „Er hat uns gezeigt, warum er in den besten Ligen der Welt gespielt hat“, so Pasanen glücklich. Auch Ersberg selbst hat sich endlich wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gesichert. „Es war ein harter Ritt in den zurückliegenden Wochen. Jetzt aber habe ich endlich wieder Trainingspraxis und etwas mehr Vertrauen.“

Während Ersberg in der Pause weitere Trainingsminuten sammeln kann, können die wenigen angeschlagenen Spieler sich auskurieren. Echte Sorgen macht dabei Thomas Gödtel. Der hat nach einem nicht geahndeten Check eine gebrochene Nase, klagte auch über Kopfschmerzen. Ob er im nächsten Match gegen Düsseldorf am Dienstag in einer Woche einsetzbar ist, bleibt offen. - MiHei

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