Nach dem Aus geht der Blick nach vorn

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Verbissen gekämpft, aber doch verloren: Die Saison der Iserlohn Roosters um Jeff Giuliano (rechts) ist beendet.

Iserlohn -  Neun Sekunden waren noch auf der Uhr, als sich Brooks Macek auf den Weg machte, per Penalty Dimitrij Kotschnew, den Torhüter der Hamburg Freezers, zu überwinden. Das Ergebnis ist bekannt – die Iserlohn Roosters verloren am Freitagabend das sechste von maximal sieben möglichen Viertelfinalspielen in den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und schieden damit aus.

IEC-Cheftrainer Jari Pasanen hatte seinen Spielern vor der Aktion tief in die Augen geschaut, fragte nach, wer sich die Ausführung des Penaltys zutraue. Der ein oder andere erfahrene Akteur winkte ab. Macek erklärte sich bereit – und wurde zur tragischen Figur anstatt zum Helden. „Es ist ärgerlich so auszuscheiden. Aber wir haben uns eine gute Serie mit den Hamburgern geliefert“, so Pasanens erste Reaktion.

Das Feiern verbot er seinen Schützlingen nicht, auch wenn der Traum vom Halbfinal-Einzug am Freitag in der Eissporthalle am Seilersee zerplatzte. Und so saßen Spieler und Veranwortliche in der Nacht noch gemeinsam zusammen, nachdem der erste Frust aus den Gemütern gewichen war, und ließen die Eindrücke der vergangenen Wochen auf sich wirken.

Aber schon wenige Tage nach der bittersten Niederlage der Saison richten Roosters-Manager Karsten Mende und das Trainer-Gespann Pasanen und Jamie Bartman den Blick auf die neue Spielzeit. Am heutigen Montag tagt das Trio, um zu beratschlagen, welche Spieler auch in der kommenden Saison das Gesicht des Teams vom Seilersee prägen sollen – und welche möglicherweise nicht mehr zum Kader zählen werden.

Entsprechende Tendenzen werden am Dienstag in Einzelgesprächen mit den Spielern angesprochen und diskutiert. Nicht mehr im IEC-Team stehen könnten künftig – zumindest Gerüchten zufolge – Chris Connolly und Robert Raymond. Beiden wird nachgesagt, dass sie andere Ziele verfolgen, als ihre Karriere in der DEL fortzusetzen. Im Fall von Connolly gilt ein Wechsel nach Schweden, wo auch sein Bruder spielt, als eine Option.

Nicht an den Seilersee wechseln wird definitiv Patrick Ehelechner. Dass der Goalie die Augsburger Panther verlässt, weil er keinen neuen Vertrag erhält, ist bereits seit einigen Wochen klar. Über einen Wechsel nach Iserlohn war mehrfach spekuliert worden, allerdings stellte Ehelechner selbst jüngst auf seinem Facebook-Profil klar, dass seine sportliche Zukunft nicht im Sauerland liegt.

Emotional war bereits am Freitag der Abschied von Lasse Kopitz, der seine aktive Karriere beenden und im Sommer seinen Schiedsrichter-Lehrgang beginnen wird. Die Schlusssirene, die das Aus der Roosters gegen Hamburg besiegelte, war die Kopitz’ letzte im IEC-Dress. - MiHei

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