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Roosters treffen auf den Vizemeister

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Von: Mirko Heintz

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Auf die Roosters wartet gegen Wolfsburg ein hartes Stück Arbeit. © Jonas Brockmann

Die Stimmung war noch immer mehr als niedergeschlagen, als die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga am frühen Mittwochmorgen auf den Parkplatz der Eissporthalle am Seilersee eingebogen waren. Ein 2:6 bei den Straubing Tigers hatte in den Köpfen der Roosters eigentlich keinen Platz.

Iserlohn - „Wir waren eigentlich in allen Bereichen die unterlegene Mannschaft, haben einmal mehr das erste Drittel verschlafen“, sagte Manager Christian Hommel nach der Partie seiner Jungs bei den Niederbayern. Nicht erst seit Dienstagabend beobachtet der gebürtige Hemeraner die ersten Drittel seiner Mannschaft auf fremdem Eis. „Ich bin nicht sicher, aber haben wir schon mal in den ersten 20 Minuten einen Treffer erzielt?“, fragte Hommel wohlwissend vor der Partie. Die Antwort lautet nein. Rechnet man die drei Gegentreffer aus der Reise nach Niederbayern noch hinzu, ist die Bilanz bemerkenswert schlecht. Exakt null Tore haben die Roosters geschossen, dagegen deren neun in den ersten zwanzig Minuten kassiert.

Die Mannschaft selbst scheint diesen Punkt noch nicht realisiert zu haben, spricht beim Thema schlechte erste Drittel bislang nur von Bietigheim und Straubing. Die Parallelen sind auch unverkennbar. In beiden Spielen gab es ein paar solide Wechsel, dann allerdings kam der Gegner zu Treffern und die Sauerländer liefen hinterher. Während man beim Aufsteiger aber einfach nicht das Scheibenglück hatte, zum Ausgleich zu kommen oder sogar die Partie für sich zu entscheiden, gelang das am Straubinger Pulverturm eben nicht. Die Roosters waren den Tigers nicht ebenbürtig. Es fehlte vor allem an der Passgenauigkeit, damit an der Konzentration, aber auch an Schnelligkeit und dem entsprechenden Zweikampfverhalten. Die Sauerländer, so könnte man vermuten, waren einfach nicht bereit für die erwartbare Härte der Partie.

„Wir müssen darauf vorbereitet sein, wir waren von Anfang an nicht bereit – und dann bezahlt man auch gegen Straubing“, sagte Torhüter Andy Jenike, der nach knapp elf Minuten Hannibal Weitzmann ersetzen musste, der bei allen drei Gegentreffern, die er bis zu diesem Zeitpunkt kassiert hatte, im Stich gelassen wurde. „Wir wissen nicht, woran es liegt. Niemand nimmt es auf die leichte Schulter. Wir sind gut eingestellt vom Trainerteam und müssen uns zusammensetzen. Manchmal geht es dann über Kampf und eben nicht über Schönspielerei – und das müssen wir akzeptieren“, so Jenike.

Gut ist, dass man nicht zu viel Zeit hat, um über die Sache nachzudenken. Schon am Donnerstag steht die nächste Herausforderung an, wenn die Roosters ab 19.30 Uhr am Seilersee gegen die Grizzlys Wolfsburg aufs Eis müssen. Es ist das erste Aufeinandertreffen mit dem Vizemeister. Zwar mussten sich die Niedersachsen am Dienstagabend überraschend Nürnberg mit 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben, dennoch zählen die Grizzlys als Vierter der Tabelle derzeit schon wieder zu den Topteams der Liga.

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