Roosters begeistern gegen Primus Hamburg

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Eines der besten Roosters-Spiele in den letzten Jahre: Der 2:1 Heimsieg gegen die Hamburg Freezers.

ISERLOHN -   Kritiker werden das vergangene DEL-Wochenende der Iserlohn Roosters nicht als positiv bewerten. Mitten in der heißen Saisonphase von sechs möglichen nur zwei Punkte zu verbuchen, könnte als zu wenig betrachtet werden. Die, die es gut meinen mit den Sauerländern, stellen indes zufrieden fest, dass das Team, das aus den letzten 13 Spielen elf Siege verbuchen konnte.

Damit hat das Pasanen-Team noch immer nur drei Punkte Rückstand auf Rang acht hat. Fakt ist, dass die Roosters auch nach dem 45. Spieltag noch immer mitten drin stecken im Playoff-Kampf der Liga.

„Das war ein unglaubliches Spiel.“ Von allen Seiten hörte man diese Aussage nach dem 2:1-Sieg der Sauerländer nach Verlängerung gegen Spitzenreiter Hamburg Freezers. „Vielleicht das beste Spiel der letzten Jahre“, meint Günther Kapfer. Der ist als Chefbetreuer bei den Blau-Weißen stets eine verlässliche Quelle, weil er selten himmelhoch zu jauchzen pflegt. Das, was auf dem Eis passiert war, darf man ohne Zweifel mit einer hervorragenden Torhüterleistung und viel mannschaftlicher Geschlossenheit beschreiben. „Das Team hat gekämpft bis zum Umfallen und das habe ich nicht immer für möglich gehalten, vor allen nach diesen vielen harten Wochen“, betont Cheftrainer Jari Pasanen.

Zu kritisieren war am Wochenende nur eines: das Powerplay. Das funktionierte weder gegen Berlin noch den Anschutz-Bruder aus der Hansestadt. Insbesondere in Überzahl-Momenten macht sich dieser Tage das Fehlen von Michael Wolf und Mike York wirklich deutlich. Es fehlt ein Denker und Lenker, aber auch der stabile Schütze aus der Halbdistanz. Warum Pasanen am Sonntag in Powerplay-Situation allerdings fünf Stürmer auf das Eis schickte, wird sein Geheimnis bleiben. Drei Puckverluste, die allesamt für die Hansestädter zu Kontern führten, die die Roosters seit Wochen nicht mehr hergegeben haben, sollte zur Einsicht führen, das zwei Verteidiger an der blauen Linie doch die richtige Wahl sind.

Fakt ist, jetzt hat man sich am Seilersee erst einmal eine kleine Pause verdient. Vier Tage gibt Pasanen seinen Jungs jetzt frei, Freitag trifft man sich wieder. Dann steigt Wolf wieder richtig ins Training ein und Mathias Lange wird vermisst. Der Deutsch-Österreicher reist morgen früh nach Wien und Mittwoch weiter zu den Spielen nach Sotschi. „Ich freue mich sehr auf die kommenden Tage, es ist und bleibt das Größte, was ein Sportler erleben kann“, so der 28-Jährige. Wenig überraschend haben die Iserlohn Roosters mit ihm am Sonntag verlängert, Lange unterzeichnete einen neuen Jahresvertrag, lehnte ein anderes DEL-Angebot ab. „Ich fühle mich hier unglaublich wohl und weiß, was ich habe. Karsten Mende hat mir eine Chance gegeben und mir eine bislang wirklich tolle Saison beschert“, so Lange. - MiHei

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