Eishockey, DEL

Sehnsucht nach erstem Heimsieg

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Das sonntägliche 2:3 nach Verlängerung gegen die Düsseldorfer EG war für die Iserlohn Roosters im dritten Heimspiel die bereits dritte Niederlage. Von daher ist die Sehnsucht groß, dass es im vierten Anlauf am Mittwoch gegen die Eisbären Berlin endlich mit einem Erfolg klappt.

Iserlohn – Jason O´Leary ist nicht nur Fan des American Footballs, er hat das Spiel selbst gespielt. Den Kanadier faszinieren die Dynamik, die Schnelligkeit und vor allem die Taktik.

Ihn beeindrucken Coaches, wie Bill Belichick von den New England Patriots, die menschlich und fachlich Mannschaften kreieren, die unglaublich geschlossen zusammenarbeiten. Manches, das im American Football seit vielen Jahren Standard ist, hat auch in O´Learys Arbeit Einzug gehalten. „Wir haben unseren Jungs vor der Saison ein Playbook geschrieben, in dem unsere zentralen taktischen Themen auf 24 Seiten die grundlegenden Dinge unserer Arbeit beschreiben.“

Hinzu kommen viele Details, die Partie für Partie, angepasst an den Gegner, individuell für die Spieler seines Teams aufbereitet werden. Dazu zählen unter anderem Videosequenzen, die digital versendet, jedem Spieler auf seinem Smartphone zum Download zur Verfügung stehen. „Unser Anspruch ist es, dass wir den Jungs alles geben, was sie benötigen, um bestens vorbereitet in eine Partie zu gehen“, so der Coach weiter. Das gilt auch für den Mittwochabend und das Heimspiel gegen die Eisbären Berlin (19:30 Uhr / Eissporthalle am Seilersee). Nach den drei am vergangenen Wochenende gewonnenen Punkten wollen die Roosters endlich auch den ersten Heimsieg der Saison einfahren. „Es ist schon bemerkenswert, dass unsere letztjährige Mannschaft auswärts große Probleme hatte und, dass es bislang in dieser Saison andersherum ist. Aber ich bin sicher, dass wird sich zeitnah ändern, wenn wir weiterhin so hart arbeiten.“

Besondere Partie für Baxmann und Rückkehrer Dahm

Insbesondere für einen Spieler wird die Partie am heutigen Abend ein ganz besonderes Match, für Verteidiger Jens Baxmann. 12 Jahre spielte er Profihockey bei den Eisbären, 18 Jahre insgesamt gehörten die Eisbären zum Leben des gebürtigen Harzers. Heute wird er zum ersten Mal gegen seine große Liebe auf dem Eis stehen. „18 Jahre sind eine Zeit in meinem Leben, die ich natürlich nicht vergessen kann und will. Ich habe viele Freunde in der Mannschaft und im Verein. Aber für heute Abend muss und wird all das ruhen, denn heute muss jeder für sein Team das Allerbeste tun“, so der Verteidiger.

 Ähnliches, wie geschehen beim ersten Roosters-Spiel des ehemaligen Stürmers Boris Blank, wird Baxmann sicherlich nicht passieren. Der machte sich nach Ende der ersten Partie auf den Weg in die Auswärts statt in die Heimkabine. Auch ein zweiter Neuzugang der Sauerländer, Daniel Weiß, trifft auf seinen ehemaligen Club. Beide gewannen mehrere Titel mit den Eisbären, haben schon deshalb eine ganz besondere Verbindung zum Hauptstadt-Club. Andererseits wird es für die Roosters-Fans ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Publikumsliebling geben.

Peters erneut zwischen den Pfosten

Sebastian Dahm, in den letzten beiden Jahren bei den Waldstädtern zwischen den Pfosten, kehrt zum ersten Mal an den Seilersee zurück. Insbesondere er machte am vergangenen Sonntag im Rahmen der NHL Global Challenge mit einer hervorragenden Leistung zwischen den Pfosten seines neuen Teams auf sich aufmerksam. Zwar verloren die Eisbären mit 1:3 gegen die Chicago Blackhawks, Dahm aber konnte zeigen, warum er der Nummer eins Torhüter der dänischen Nationalmannschaft ist.

Bei den Roosters soll es keine großartigen Veränderungen im Kader geben. Justin Peters wird auch gegen die Berliner zwischen den Pfosten stehen. „Wir werden aber auch in dieser englischen Woche auf Andy Jenike zurückgreifen, der aufgrund guter Trainingsleistungen ebenfalls die Chance bekommen soll, zu spielen“, so O´Leary. Über Umstellungen in den Sturmreihen wird ohnehin nicht geredet, es könnte aber sein, dass ein Spieler die kommenden Tage in Bietigheim aufs Eis gehen wird.

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