2:6-Niederlage gegen Düsseldorf

Roosters erleiden die nächste Schmach

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Gegen die Düsseldorfer EG gab es für die Iserlohn Roosters die nächste Enttäuschung: Die Gäste aus der Landeshauptstadt siegten am Seilersee 6:2.

Iserlohn - Im Westderby der DEL verloren die Iserlohn Roosters 2:6 (1:2, 1:3, 0:1) gegen die Düsseldorfer EG, hinterließen enttäuschte Fans und die Frage, warum man trotz des Bemühens und der Chancen so ein Spiel verlieren muss. Die Antwort: Wer offensiv einfach keine Tore schießt und hinten anfällig ist, kann ein solches Match nicht für sich entscheiden.

Die Freude über die Vertragsverlängerung von Blaine Down wich am Seilersee schnell der Realität. Obwohl das Team von Jari Pasanen in eigener Halle engagiert ins Match startete, reichten 29 Sekunden, um den Matchplan ins Wanken zu bringen.

Weiß per Konter und Barta brachten die Gäste 2:0 in Führung, die Stimmung auf den Rängen schlug um. „Wir haben die Schnauze voll“, skandierten die Roosters-Anhänger von den Rängen, die Blau-Weißen aber boten die richtige Antwort.

Konzentration und einfaches Spiel sorgten dafür, dass die Sauerländer besser in ihre taktische Formation fanden, den Druck merklich erhöhten und Chance um Chance auf den Kasten von Mathias Niederberger brachten. Nicht alles, was Rallo, Down, Wruck und Fischer vor das gegnerische Tor brachten, war wirklich gefährlich. 

Das änderte sich in der 16. Minute. Fischer brachte in Überzahl die Scheibe vor den Kasten, Niederberger hielt die Scheibe nicht fest, Blank schnappte sich aber den Rebound – 1:2. Die Roosters hatten sich ins Spiel zurückgearbeitet.

Mit dem knappen Rückstand und in Unterzahl ging es ins Mitteldrittel. Düsseldorf gehörten die ersten Sekunden und der erste Jubel, als Kammerer durch die Schoner Langes zum 1:3 traf. Wieder aber arbeiteten sich die Waldstädter heraus aus der schwierigen Situation, überstanden eine DEG-Druckminute, hatten eine Doppelchance. Erst scheiterte Jones an Niederberger, dann per Konter Brad Ross (25./26). Doch der Rückkehrer war es auch, der nur einen Wechsel später zum 2:3 traf. Es war Ross’ erster Treffer in dieser DEL-Saison. 

Rallo hatte nur zwei Minuten später die nächste 100-prozentige Gelegenheit, scheiterte an der Fanghand von Niederberger. Nur Sekunden später aber fiel das 2:4: Zwei Mal hatte der IEC an der Bande die Chance, den Puck über die blaue Linie zu bekommen, zweimal gelang es nicht. Als die DEG dann 3:59 Minuten vor dem Ende per Konter, als die Sauerländer zu weit aufgerückt waren, zum 5:2 traf, war die Enttäuschung auf dem Eis und auf den Rängen greifbar, das Pfeifkonzert entsprechend laut.

Zu Beginn des Schlussabschnitts ließ Cheftrainer Pasanen Bassen und Jaspers die Reihen tauschen, machte gleich mit dem ersten Wechsel Druck aufs gegnerische Tor, allein Mathias Niederberger aber sorgte dafür, dass der Anfangsdruck verpuffte. 

Düsseldorf konterte, traf mit dem ersten Entlastungsangriff zum 2:6 (Torschütze: Conboy). Während die einen fast jeden guten Angriff in ein Tor verwandelten, fehlte den anderen offensiv jegliche Effizienz. Leistungsträger wie Halischuk, Jones und Dziurzynski waren fast nicht zu sehen, halfen nicht, die Partie zu drehen. Ein frustrierender Nachmittag am Seilersee...

Roosters: Lange – Milam, Pikkarainen; Fischer, Orendorz; Larsson, Button; Shevyrin – Jasperts, Halischuk, Caporusso; Dziurzynski, Bassen, Jones; Down, Rallo, Wruck; Friedrich, Blank, Ross 

DEG: Niederberger – Davis, Conboy; Brandt, Daschner; Nowak, Haase; Schüle – Collins, Kammerer, Bowman; Lewandowski, Yip, Dmitriev; Weiß, Strobel, Milley; Barta, Courchaine, Minard

Schiedsrichter: Piechaczek (Landsberg), Schukies (Herne) 

Tore: 0:1 (05:31) Weiß (Milley, Strodel), 0:2 (06:00) Barta (Courchaine, Minard), 1:2 (15:25) Blank (Pikkarainen, Fischer/6:4), 1:3 (20:46) Kammerer (Nowak, Collins/5:4), 2:3 (29:08) Ross (Friedrich, Blank), 2:4 (31:39) Dmitriev (Lewandowski), 2:5 (36:01) Bowman (Collins), 2:6 (47:47) Conboy (Davis, Barta) 

Strafminuten: Roosters 6; DEG 16 

Zuschauer: 4967

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