Roosters gewinnen bei den Wild Wings mit 4:0

Stürmer-Neuzugang Marty Sertich (rechts) war beim 4:0 für die Iserlohn Roosters an drei der vier Treffer beteiligt. Foto: Jentzsch

ISERLOHN -  Die psychologisch motivierte Umstellung im Roosters-Tor hat sich als goldrichtig erwiesen: Mathias Lange, der in diesem Jahr in der Schwenninger Heliosarena schon seinen Club Bietigheim Steelers mit tollen Paraden zur Zweitligameisterschaft geführt hatte, avancierte gestern Abend mit einem Shutout bei seinem DEL-Debüt im Roosters-Trikot zu einem Sieggaranten. Das Mason-Team gewann bei den Wild Wings im Schwarzwald mit 4:0 (1:0, 2:0, 1:0) und hat sich auf den vierten Platz vorgeschoben.

„Überragend: Er ist ein intelligenter Mann, alles, was um ihn herum passiert, bringt ihn nicht aus der Ruhe“, äußerte Co-Trainer Jari Pasanen zur Leistung des österreichischen Schlussmannes, der sich noch Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sotschi machen darf. Aus einer kompakt und solide agierenden Iserlohner Mannschaft ragten neben dem Towart Nationalspieler Wolf, Sertich, York und natürlich der dreifache Torschütze Tyson Mullock heraus. Für IEC-Akteur Frosch, der lange für Schwenningen gespielt hatte, war es mit dem früheren Club ein freudiges Wiedersehen, der Ex-Iserlohner Beechey musste mit den Wild Wings die größere Klasse der Roosters anerkennen.

Vor einem frühen Rückstand bewahrte Roosters-Goalie Lange sein Team, als er mit einem starken Reflex den Schuss von Schwenningens US-Boy Daniel Hacker entschärfen konnte (6.). Als Kopitz und kurze Zeit später auch noch Jares auf die Strabank geschickt wurden, schienen die Iserlohner bei 3:5-Unterzahl fällig. Doch mit Glück und Geschick überstanden sie diese Phase und erzielten sogar ein Unterzahltor: Nationalspieler Wolf luchste Wishart an der blauen Linie die Scheibe ab und fuhr ein unnachahmliches Break mit herrlichem Abschluss – 0:1 (11.). Kurz vor der ersten Sirene verpasste Schwenningens Däne Green den möglichen Ausgleich, ehe im zweiten Drittel Tyson Mullock das mustergültige Kombinationsspiel mit Sertich, Wolf und York zweimal verwerten konnte (27./29.). Die Wild Wings gaben sich nicht auf, erhöhten den Druck, scheiterten aber immer wieder an Lange. Den Schlusstreffer besorgte wiederum Tyson Mullock (44.). Im dritten Saisonspiel konnten die Roosters nach dem 6:0-Auftaktsieg über Augsburg, bei dem Caron das Tor gehütet hatte, den zweiten Zu-Null-Erfolg feiern. - nico

Wild Wings: Pätzold (Steinhauer) – Granath, Wishart; Goc, Sacher; Wilhelm, Borzecki; Dück, Dronia – Petersen, Johnson, Beechey; Green, Kimmel, MacKay; Hacker, Ramsay, Rodman; Pielmeier, Schlager, Gelke

Roosters: Lange (Caron) – Brennan, Raymond; Gödtel, Jares; Danielsmeier, Orendorz – Sertich, Wolf, Tyson Mulock; York, Macek, Raedeke; Foster, Frosch, Fischhaber, Hommel, Kopitz

Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg), Sicorschi (Waldkraiburg)

Tore: 0:1 (10:25) Wolf (4:5), 0:2 (26:33) Tyson Mullock (Sertich, Wolf/5:4), 0:3 (28:39) Tyson Mullock (York, Sertich/5:4), 0:4 (43:23) Tyson Mullock (York, Sertich/5:3)

Strafminuten: Wild Wings 9 plus Spieldauerdiszplinarstrafe für Borzecki ; Roosters 8

Zuschauer: 3 378

Von Nico Schwarze

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