Defensive der Roosters überzeugt in München

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Roosters-Verteidiger Lasse Kopitz strebt nach Ende dieser Saison eine Karriere als Profischiedsrichter an.

ISERLOHN -   Pizza und ein Bier waren erlaubt. Die Rückfahrt aus München an den Seilersee, so Roosters-Cheftrainer Jari Pasanen, sei auch ein bisschen Party gewesen – mit seiner ausdrücklichen Zustimmung: „Die Mannschaft feiert zusammen, genießt als Einheit ihre momentanen Erfolge. So wie die Jungs auf dem Eis zusammenarbeiten, genießen sie auch ihre Erfolge, nämlich gemeinsam.“

Damit ist auch der Grund für den derzeitigen Erfolg der Iserlohn Roosters beschrieben: Gemeinsamkeit. Insbesondere defensiv beeindrucken die Sauerländer nicht nur die eigenen Fans und Verantwortlichen, sondern auch die Liga. Die hat mittlerweile zur Kenntnis genommen, dass die Roosters nach sieben Siegen aus den letzten acht Spielen tatsächliche Ansprüche auf die Playoffs anmelden und auf Rang zehn, zumindest im Augenblick, den deutschen Meister aus Berlin hinter sich gelassen haben. „Fünf Wochenenden liegen noch vor uns, deshalb haben wir noch nichts gewonnen, dürfen aber ein wenig stolz sein“, so Pasanen weiter.

Dass das für seine gesamte Mannschaft gilt, ist für Pasanen klar, einzelne mag er aber dann doch herausheben. Das gilt zum Beispiel für Torhüter Erik Ersberg. Der hat, auch in Anbetracht des Magen-Darm-Infekts von Mathias Lange, ein herausragendes Wochenende gespielt, in München im ersten Drittel sogar als bester Mann die Grundlage für den Sieg gelegt. Im Schlussdrittel kam dann allerdings aufgrund einer Verletzung das Aus. „Wir wissen noch nichts genaues, es könnte eine Bänderdehnung sein“, so der Cheftrainer. Gern hätte er auch im Fall Mike York schon Vollzug gemeldet, der US-Amerikaner aber wartet immer noch auf seine Operation nach seinem Fersenbeinbruch.

Yorks Vertretung Brodie Dupont machte am Wochenende derweil einen richtig guten Job. „Wir scheinen ihn schnell integriert zu haben“, freut sich Pasanen. Dupont unterstützte einerseits die vierte Reihe, schaffte aber auch Entlastung für Connolly, Mulock und Frosch.

Derweil hat ein Rooster die Gelegenheit ergriffen, seinen Abschied anzukündigen: Verteidiger Lasse Kopitz wird seine Karriere nach dieser Spielzeit beenden. „Ich habe lange darüber nachgedacht, was ich nach meiner aktiven Karriere machen will und bin immer wieder auf die Schiedsrichterei gekommen. In der vergangenen Woche habe ich mich nun endgültig zum Lehrgang angemeldet“, so Kopitz. Vorbild für ihn ist dabei natürlich die Karriere eines anderen Ex-Iserlohners, von Lars Brüggemann. „Ich habe oft mit ihm telefoniert. Ich weiß, dass es ein langer Weg ist, dort hinzukommen, wo er angekommen ist, aber ich will mich der Herausforderung stellen.“ - MiHei

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