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Iserlohn Roosters bejubeln 9:1-Kantersieg im Westderby

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Mike York (rechts) steuerte zwei Tore zum höchsten Saisonsieg der Iserlohn Roosters bei.

Iserlohn - Das war ein ganz wichtiger Erfolg: Mit einem 9:1 (5:0, 2:1, 2:0)-Kantersieg gegen die Krefeld Pinguine haben die Iserlohn Roosters trotz des Ausfalls von fünf Stammspielern ihren Vorsprung auf Nicht-Play-Off-Platz elf, den die Gäste vom Niederrhein belegen, auf elf Punkte ausgebaut.

Von Mirko Heintz

Die ganz besonderen Sportmomente sind selten, doch viele Roosters-Fans werden sich später an diesen Dienstagabend zurückerinnern, weil ein besonderes Duo für ein besonderes Tor sorgte.

Brooks Macek und Cody Sylvester, die einst schon in der kanadischen Juniorenliga vier Jahre lang gemeinsam auf dem Eis standen, brauchten im Westderby 19 Sekunden, um sich ans altbekannte Zusammenspiel zu erinnern. Macek passte in die Mitte auf Sylvester – 1:0.

Dieser Treffer war der Auftakt in das beste erste Drittel der Iserlohner (ohne Blank, Whitmore, Teubert, Jares und Giuliano) in dieser Saison: Bis zur 20. Minute bauten die Sauerländer die Führung bis auf 5:0 aus.

Danielsmeier 60 Sekunden später per Schlagschuss, Bassen in Überzahl, Sullivan mit einem glücklichen Lupfer und York abgezockt ließen die Anhänger im blau-weißen Himmel schweben.

Dass Pinguine-Keeper Duba nach drei Gegentreffern seinen Kasten räumte, war absehbar, dass der KEV in mancher Situation nicht ungefährlich blieb, genauso. Gewonnen war die Partie noch nicht – erst recht nicht nach den zuletzt in Augsburg gesammelten Erfahrungen.

Trotz ansehnlicher Krefelder Gegenwehr aber war der Lauf der Roosters auch im Mitteldrittel nicht zu stoppen. 130 Sekunden waren gespielt, als York den Puck gegen die Laufrichtung von Goalie Klein zum 6:0 einschob – solche Tore fallen an solchen Abenden. Liwings 7:0, der dritte Powerplay-Treffer der Blau-Weißen, sorgte dafür, dass sich selbst altgediente Roosters-Fans verwundert die Augen rieben (31.).

Die Highlights der Partie gibt es hier im Video bei laola1.tv

Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Konzentrationsfähigkeit der Gastgeber nachließ, je länger die Partie dauerte. Die Pinguine generierten immer mehr Chancen, die der in den entscheidenden Momenten hellwache Mathias Lange indes zunichte machte. Ärgerlich nur: In Überzahl kassierte das Pasanen-Team durch Schymainski den am Ende einzigen Gegentreffer (37.). Mit Duponts 8:1 ins leere Tor war die Gegenwehr der Pinguine dann Geschichte. In Überzahl erhöhte Brooks Macek fünfeinhalb Minuten vor dem Ende noch auf 9:1 und setzte den Schlusspunkt unter eine beeindruckende Leistung und den höchsten Saisonsieg.

Roosters: Lange – Sullivan, Liwing; Button, Lavallée; Danielsmeier, Orendorz – Raedke, Sylvester, Macek; York, Wruck, Petersen; Bassen, Connolly, Kahle; Foster, Friedrich, Dupont

Pinguine: Duba (ab 12:28 Klein) – Hanusch, Mebus; St-Pierre, Fischer; Weihager, Sonnenburg; Supis; Perrault, Hauner, Beechey; Pietta, Mieszkowski, Müller; Hagos, Vasiljevs, Schymainski; Meisinger

Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Schukies (Herne)

Tore: 1:0 (00:19) Sylvester (Macek), 2:0 (01:19) Danielsmeier (Foster, Friedrich), 3:0 (05:34) Bassen (Connolly, Foster/5:4), 4:0 (12:28) Sullivan (Connolly, Macek/5:4), 5:0 (16:02) York (Petersen, Wruck), 6:0 (22:10) York (Wruck, Petersen), 7:0 (30:13) Liwing (Wruck, York/5:4), 7:1 (36:18) Schymainski (Perrault), 8:1 (43:04) Dupont (Foster, Friedrich), 9:1 (54:38) Macek (Foster, Connolly/5:4)

Strafminuten: Roosters 2; Pinguine 20 + 5 + Spieldauer (Mieszkowski)

Zuschauer: 4106

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