Eishockey

An alten Zielen festhalten für eine positive neue Saison

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Alexei Dmitriev spielt mit den Iserlohn Roosters schon für eine positive Grundstimmung für die neue Saison auf, das Team muss und will um jeden Zentimeter Eis kämpfen.

Die Chancen auf einen Play-off-Platz sind für die Iserlohn Roosters gering. Trotzdem will sich die Mannschaft um Cheftrainer James O´Leary vernünftig aus der Saison verabschieden. 

Elf Spieltage, 33 zu vergebende Punkte, zwei Partien noch bis zur Nationalmannschaftspause. 16 Zähler Rückstand auf Rang zehn. Es bedarf keines Genies, um der Realität ins Auge zu sehen, dass der Weg in die Play-offs für die Iserlohn Roosters allein noch theoretischer Natur ist. „Natürlich ist das so, aber wir werden auch nicht unser Ziel aufgeben, solange es tatsächlich noch erreichbar ist“, sagt Cheftrainer James O’Leary. 

Er mag keine Pessimisten, er mag es nicht, aufzugeben und er will es auch nicht. „Wenn wir unsere Ziele verändern, werden wir die Form von Siegermentalität, die dieser Verein definitiv braucht, nicht erreichen. Weitermachen, um jeden Zentimeter Eis bis zum Umfallen zu kämpfen, so begründet man einen Weg, den wir kontinuierlich weiter gehen müssen.“ O’Leary will verändern, Wege beschreiten, die andere Coaches in anderen Vereinen schon mit Erfolg beschritten haben. 

Dabei stößt er auch bei seinem sportlichen Leiter, bei Christian Hommel, auf offene Ohren. „Natürlich ist es ein ganz weiter Weg auf Platz zehn. Aber wir dürfen auch nichts aufgeben, was wir theoretisch noch erreichen können. Jasons Gedankenanstoß ist richtig, wenn wir uns als Mannschaft, aber auch als Club grundsätzlich zum Positiven verändern wollen.“ All das wird sicher in der Sommerpause ein Thema sein am Seilersee. Die Grundlagen aber können oder müssen ab sofort geschaffen werden. Deshalb ist jede einzelne DEL-Partie bis zum Ende der Spielzeit für alle Beteiligten von besonderer Bedeutung. Es gilt für die Fans, aber auch für sich selbst, das Bestmögliche aufs Eis zu bringen. Damit geht es heute gegen Ingolstadt schon los. Wenn die Sauerländer um 19.30 Uhr bei den Panthern aufs Eis gehen, kämpfen sie mit einem Gegner, der abgesehen von den letzten drei Ligapartien, die man allesamt verlor, zu den im Januar besten Teams der Liga gehörte. 

Ingolstadt schien sogar auf dem Weg, frühzeitig einen Platz unter den besten sechs Teams einfahren zu können. „Sie sind läuferisch hervorragend, haben einen großen Kampfeswillen und hatten Erfolg, was ihnen viel Selbstvertrauen geschenkt hat“, sagt O’Leary. Er weiß, wie schwer die Aufgabe wird. Vor allem weil dem Chefcoach der Sauerländer erneut die drei Leistungsträger Hoeffel, Friedrich und Todd nicht zur Verfügung stehen, zudem auch Jake Weidner ausfallen wird. Wer im Tor steht, ließ der Coach offen. Anthony Peters, ausgewechselt gegen Düsseldorf, war zu diesem Zeitpunkt unschuldig an den Gegentore, musste nur deshalb vom Eis, weil der Coach ein Zeichen setzen wollte. Ihn heute Abend erneut zwischen den Pfosten zu sehen, wäre also nachvollziehbar. 

Ein anderer, der eine ganz besondere Woche erlebte, wird definitiv mit dabei sein: Erik Buschmann. Der junge Nachwuchsverteidiger erhielt seine erste Einladung zur Nationalmannschaft, die Mannschaft ist eine Auswahl der aktuell besten deutschen U 23-Spieler, abseits der großen Namen. Wer dort mit dabei sein darf, steht im Fokus, hat aber den Durchbruch noch nicht ganz geschafft. „Ich habe Bundestrainer Söderholm, Erik ganz besonders ans Herz gelegt. Er ist ein unglaublich zuverlässiger Verteidiger, den sich anzuschauen wirklich lohnt“, so Christian Hommel. 

Am Sonntag (16.30 Uhr, Eishalle Seilersee) empfangen die Iserlohner die Nürnberg Ice Tigers.

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