Eishockey

Wieder bringt Strafzeit die Roosters vom Kurs

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„Auseinander“ – die Schiedsrichter Bauer und Klein müssen die Hitzköpfe, Augsburgs Hans Detsch (links) und Roosters-Jungnationalspieler Lean Bergmann (rechts), trennen, aller Iserlohner Frust half nichts: die Roosters kassierten die neunte Niederlag e in Folge.

Iserlohn – Es war die neunte Niederlage für die Iserlohn Roosters in Folge. Mit den Rückkehrern Todd und Caporusso, die im Comeback-Spiel trafen, mussten sich die Sauerländer den Augsburger Panthern nach 60 Minuten mit 2:4 (0:0, 1:1, 1:3) geschlagen geben.

Wieder brachte eine unnötige Strafe die Roosters um die mögliche Chance auf den Sieg. Dass auch ein torloses Drittel unterhaltsam sein kann, stellten beide Teams in den ersten zwanzig Minuten eindrucksvoll unter Beweis.

Hart kämpften beide Mannschaften um jeden Zentimeter Eis. Dass am Ende die schwäbischen Panther statistisch doppelt so oft auf den gegnerischen Kasten geschossen hatten, lag vor allem an den Spielminuten vier bis elf. In dieser Phase dominierten die Gäste die Sauerländer in der eigenen Zone, schnürten das Bartman-Team ein. Allerdings versäumten es die Augsburger trotz gut herausgespielter Gelegenheiten durch Schmölz und Leblanc, die Führung zu erzielen.

Schüsse fanden nahezu nur von außen den Weg aufs Tor, damit aber konnten die Roosters leben. Die kamen ihrerseits besser ins Spiel, als sie das Tempo erhöhten und die Panther damit zu den ersten Fouls zwangen. Fast fünf Minuten verbrachten die Blau-Weißen in dieser Phase im Powerplay auf dem Eis, hatten zwei Chancen, beide durch Christopher Fischer, der aber vergab. Ihre eigenen Unterzahlmomente überstanden die Gastgeber ohne Gegentreffer.

Im Mittelabschnitt waren die Roosters von Beginn an die bessere Mannschaft, hatten die größeren Chancen durch Camara und Dmitriev – und lagen nach sechs Minuten doch mit 0:1 hinten. Nach Dotzlers Scheibenverlust, spielte Payerl einen Pass an den Außenrand des linken Bullykreises, wo Tölzer aus vollem Lauf abzog und die Scheibe unter die Latte hämmerte. Aber wie so oft in den letzten Partien nahmen die Sauerländer diesen Moment stoisch hin, wirkten zwar verunsichert, rackerten aber weiter und belohnten sich: Vier Minuten vor Ende des Mittelabschnitts spielten die Roosters ihren vielleicht besten Wechsel, brachten die Scheibe vor den Kasten von Augsburgs Keeper Markus Keller. Nach guter Vorarbeit schoss Rückkehrer Todd von der blauen Linie zum 1:1 ein.

Im Schlussabschnitt erarbeitete sich der IEC den besseren Start. Mutig spielten die Sauerländer nach vorn, gingen durch Rückkehrer Caporusso in Führung nutzte – da waren gerade 115 Sekunden gespielt. Rund zwölf Minuten vor dem Ende rettete Hovinen gegen Sezemsky mit einem Top-Save in höchster Not.

Mit der Führung im Rücken waren die Sauerländer leichtfüßiger, sicherer unterwegs. Weil es aber nicht gelang, den Vorsprung auszubauen, blieben die Panther dran, glichen durch Trevalyans Solo aus (50.).

Nach einer Camara-Strafe standen die Sauerländer dann fünf Minuten vor dem Ende mit einem Mann weniger auf dem Eis und kassierten den dritten Gegentreffer. Als Keller gegen Camara rettete, war die Partie praktisch entscheiden. Zwar nahm Jamie Bartman Hovinen nach einer Auszeit vom Eis, zum Ausgleich aber reichte es für die Waldstädter aber wieder nicht. Stattdessen traf McNeill 31 Sekunden vor dem Ende ins leere Iserlohner Tor.

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