6:3-Heimsieg gegen Ingolstadt

Mike York lässt Roosters vom Halbfinale träumen

Roosters-Verteidiger Sean Sullivan (links) im Duell mit Ingolstadts Angreifer Jeffrey Szwez (rechts), im Hintergrund beobachtet von Gästestürmer Patrick Hager. - Foto: Jentzsch

Iserlohn - Ein lupenreiner Play-Off-Hattrick von Mike York bescherte den Iserlohn Roosters im zweiten Viertelfinalspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister ERC Ingolstadt den 1:1-Ausgleich. Nach einem 2:3-Rückstand drehten die entfesselten Sauerländer vor restlos begeisterten Fans in der Eishalle am Seilersee im spektakulären Schlussdrittel die Partie und siegten mit 6:3 (2:1, 0:2, 4:0).

Von Mirko Heintz

Hockey grandios lieferte das Auftaktdrittel in der ausverkauften Eissporthalle. Beide Teams kämpften, hielten das Tempo hoch und lieferten sich einen verbissenen Kampf um jeden Zentimeter Eis. Die Roosters waren die dominante Mannschaft mit viel Zug zum Tor. Dass ausgerechnet Ingolstadt mit 1:0 in Führung ging, war einem von Sullivan abgefälschten Schuss von Buck zu verdanken. Erneut also die Blau-Weißen in Rückstand, aber angefeuert von den Fans setzten sie ihren Weg unbeirrt fort. Je länger das Drittel dauerte umso einfacher spielte der IEC, brachte immer mehr Scheiben aufs Tor und wurde belohnt. Liwings platzierter Kracher von der blauen Linie traf zum 1:1. Der Jubel am Seilersee ohrenbetäubend, Party pur und nur für 25 Spielsekunden unterbrochen. Dann arbeitete sich Marko Friedrich, nach langer Verletzung zurückgekehrt, in die Defensivzone des ERC, legte die Scheibe vor Pielmeiers Tor, was Foster genau in der richtigen Sekunde erreichte und per Schläger die Scheibe zum Doppelschlag über die Linie brachte. Die Führung ging in Ordnung.

Das änderte sich im Mittelabschnitt. Ingolstadt kam deutlich aggressiver aus der Kabine, setzte die Roosters-Defensive in der eigenen Zone immer mehr unter Druck, provozierte Fehler und gewann so die Oberhand. Bucks zweiter Treffer sorgte für den Ausgleich. Plötzlich wurde es leiser am Seilersee. Weil das Pasanen-Team einmal mehr eine Unterzahl der Panther nicht nutzte, Probleme im Spielaufbau offenbarte, blieb es zunächst Remis. Dann die 33. Minute: Lavallées dicker Fehler bringt Boucher an die Scheibe, der an Lange vorbei zur Ingolstädter-Führung trifft.

Im letzten Drittel plätscherte das Spiel dahin. Doch das Publikum pushte Iserlohn nach vorn. So nahm das Spiel wieder Fahrt auf und bescherte Attacke auf Attacke. Oft agierten die Blau-Weißen kompliziert, aber ab Minute 49 wurde alles anders: Sullivan umkurvte das Tor, passte per Rückhand auf York, der zum Ausgleich trifft. Plötzlich sind die Sauerländer wieder drin im engen Duell beider Teams, das zum Triumphzug für den 37-jährigen Mike York wird. Erst nach genialer Kombination von Wruck und Petersen, dann trifft er zum 5:3. Den Schlusspunkt setzt Teubert in Unterzahl.

Roosters: Lange – Sullivan, Liwing; Jares, Lavallée; Orendorz, Teubert, - Raedeke, Syvester, Macek; York, Wruck, Petersen; Bassen, Connolly, Blank; Foster, Whitmore, Friedrich

ERC: Pielmeier – Köppchen, Kohl; Picard, Köppchen; Kronthaler, Brocklehurst; Schopper – Buck, Taticek, MacMurchy; Hahn, Laliberte, Greilinger; Ross, Boucher, Brooks; Gawlik, Hager, Szwez

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Schukies (Herne)

Tore: 0:1 (05:43) Buck (Taticek), 1:1 (14:03) Liwing (York), 2:1 (14:28) Foster (Friedrich, Whitmore), 2:2 (23:38) Buck (Taticek, MacMurchy), 2:3 (32:31) Boucher (Brooks), 3:3 (48.13) York (Sullivan), 4:3 (53.17) York (Wruck, Odetersen), 5:3 (57.36) York (Wruck), 6:3 (59.59) Teubert (4/6/Empty-Net-Goal)

Strafen: Roosters: 4; ERC: 6 + 10 (Boucher)

Zuschauer: 4967

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