Wochenende der Westderbys für die Roosters

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Das Vorwochenende war ganz nach Geschmack der Boris Blank (links) und Co. Die Iserlohn Roosters ergatterten alle sechs Zähler. Heute geht’s gegen den Erzrivalen aus Köln.

Iserlohn -   Die Mannschaftsärzte der Iserlohn Roosters sind nicht als Scharlatane oder gar Wunderheiler bekannt. Seriosität steht ganz oben auf der eigenen Agenda, konservative Einschätzungen sind lieber gesehen als Euphorie. Vielleicht auch deshalb hieß es in den letzten Wochen immer, dass man eben nicht genau einschätzen könne, wann die Langzeitverletzten Jares und Sullivan wieder in den Trainings- oder sogar den Spielbetrieb einsteigen könnten.

Gerade deshalb überraschte Cheftrainer Jari Pasanen mit der Einschätzung, dass für Verteidiger Sean Sullivan schon am Freitag gegen die Kölner Haie (19.30 Uhr/Eissporthalle am Seilersee) der Tag gekommen sein könnte. Zur Erinnerung: Der US-Amerikaner hatte sich vor einigen Wochen einer komplizierten Blinddarm-OP unterziehen müssen, bei der auch Baumuskelgewebe durchtrennt werden musste. Ende vergangener Woche machte der Neuzugang die ersten Schritte auf dem Eis, gegen die Kölner Haie könnte er mit dabei sein. „Er hat keine Probleme, insofern können wir es möglicherweise wagen“, so Pasanen. Im Fall Jares, der an einem Innenbandriss leidet, bleibt es aber bei der vermuteten Rückkehr nach der Nationalmannschaftspause.

Ebenfalls ins Team zurückkehren wird Chris Connolly. Nach dem Magen-Darm-Infekt fühlt er sich zwar noch schwach, wird aber gegen die Domstädter genauso auflaufen wie die noch immer leicht angeschlagenen Button und Liwing. „Er hat natürlich noch nicht wieder seine alte Leistungsfähigkeit, deshalb werden wir ihn in der vierten Reihe an der Seite von Blank und Bassen beginnen lassen“, betont der finnische Cheftrainer.

Würde es tatsächlich so kommen, dürfte sich manch Zuschauer in der Eissporthalle am Seilersee die Augen reiben. Eine solche Qualität in einer vierten Formation hat es bei den Blau-Weißen in 20 Jahren noch nie gegeben. Definitiv wird Connolly aber nicht nur dort, sondern auch im Überzahlspiel zum Einsatz kommen, hier gilt es für den IEC die Leistungen deutlich zu steigern. Das hängt selbstverständlich auch mit der Einsatzfähigkeit von Mike York zusammen, der auch an diesem Wochenende wieder seine Schlittschuhe schnüren wird, nach Aussage von Pasanen aber noch immer nicht dort angekommen ist, wo er sich selbst gern sehen würde. Bemerkenswert ist, dass Pasanen auf Youngster Marko Friedrich in der zweiten Reihe setzt. Sowohl am Freitag als auch am Sonntag in Krefeld (16.30 Uhr/König-Pilsener-Palast) wird er an der Seite von Macek und Raedeke zum Einsatz kommen.

Gegen die Kölner Haie, die unter dem neuen Trainer Niklas Sundblad langsam in Tritt zu kommen scheinen, ist viel Kreativität und eigene Standfestigkeit in der Verteidigung gefragt. Sonntag dann steht das nicht minder schwere Match bei Rick Adduonos Pinguinen an, die zwar in dieser Saison auch schwächelnde Momente haben können, letztlich mit ihrem außergewöhnlichen Taktik-Stil aber schon oft für bittere Roosters-Momente gesorgt haben.

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