Heimspiel gegen München

Roosters mit einem Kribbeln gegen die „Bullen“

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Mit reichlich Selbstvertrauen starten die Iserlohn Roosters um Brent Raedeke (Spielszene gegen Krefeld) am Freitag mit einem Heimspiel gegen die „Roten Bullen“ aus München in die letzten sieben Partien der DEL-Hauptrunde.

Iserlohn - „Wer Druck sucht, ist hier fehl am Platz“, sagt Jari Pasanen. Der Chefcoach der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga spürt zwar schon ein Kribbeln vor den sieben wichtigsten Spielen der Saison, mehr aber nicht. Auch vor dem Heimspiel am Freitag gegen den EHC Red Bull München (19.30 Uhr).

Von Mirko Heintz

„Wir reden auch nicht über hätte, wenn und wäre, sondern tatsächlich nur über das Spiel gegen München. Im Hinterkopf aber ist die Situation natürlich“, so Pasanen. Rein rechnerisch fehlen den Sauerländern noch zwei Erfolge oder zwei Niederlagen der Kölner Haie auf Platz elf, dann wäre ihnen die Teilnahme an den Playoffs nicht mehr zu nehmen. Im Detail: Sieben Spiele müssen Roosters und Haie noch bestreiten, mit 15 Zählern Rückstand müssen die Kölner mindestens 16 Punkte aufholen, heißt fünf Matches nach regulärer Spielzeit mehr gewinnen als die Sauerländer und zusätzlich einen Punkt holen, da sie über das Torverhältnis die Roosters nicht mehr überholen können. Aktuell haben die Blau-Weißen eine Tordifferenz von plus 31, Köln dagegen eine Bilanz von minus 25. „Rechnerisch ist das alles möglich, trotzdem wollen wir nicht spekulieren, sondern Fakten schaffen“, sagt Pasanen.

Personell bedeutet die aktuelle Situation, dass die Roosters ins Match gegen die Roten Bullen um Michael Wolf mit einem kompletten Kader gehen können und noch zwei weitere Spieler auf die Bank setzen müssen. „Ich habe die letztendliche Entscheidung noch nicht getroffen, aber es wird sich wohl zwischen einem Stürmer, dem noch nicht vollständig genesenen Derek Whitmore, Collin Danielsmeier und Richard Jares entscheiden“, erklärt der finnische Chefcoach. Insgesamt neun ausländische Spieler dürfen auf dem Spielbericht stehen, dazu zwei Torhüter, zwölf Stürmer und sieben Verteidiger. Auf angeschlagene oder erkrankte Spieler müssen die Trainer noch keine Rücksicht nehmen. Zwar gibt es einen Erkältungsvirus, der in der Pause einige Spieler zu Auszeiten gezwungen hat, mehr aber nicht, derzeit scheinen alle Jungs gesund. „Es ist insgesamt auch deshalb schwer, etwas zu verändern, weil die Mannschaft, die die letzten drei Partien vor der Pause gewonnen hat, es nicht verdient, in Teilen nicht zu spielen.“

Echte Sorgen, mit Problemen aus der Pause zu kommen, macht sich Manager Karsten Mende denn auch nicht. „Wir haben das im Herbst geschafft, uns schnell zu fokussieren. Ich denke, es wird der Mannschaft auch diesmal gelingen.“ Sollte es auch, denn die letzten sieben Hauptrundenspiele sind für alle Teams echte Endspiele. „Und sie sind alle, so wie wir, mental wieder frisch und körperlich erholt. Normalerweise sollten sich jetzt immer die besser besetzten Mannschaften durchsetzen“, so Pasanen beim Blick auf die nächsten Aufgaben. Folgt man seiner Logik, würden die Roosters das Match gegen die Bayern nicht unbedingt gewinnen. „München hat zweimal gegen uns in dieser Saison verloren, eine dritte Niederlage werden sie nicht kassieren wollen, dessen bin ich mir sicher“, ergänzt Rekordspieler Collin Danielsmeier.

Sonntag um 16.30 Uhr müssen die Iserlohner auswärts beim Tabellenvorletzten aus Straubing antreten und werden versuchen, dort nach zuletzt zwei Niederlagen endlich Punkte zu sammeln. Es wäre an der Zeit.

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