Überragendes Mitteldrittel entfesselter Roosters

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Kein Durchkommen für die Wolfsburger Gäste: Die Roosters Alex Foster (links) und Derek Whitmore bremsen den einzigen Grizzly-Torschützen Marco Rosa in der Eishalle am Seilersee ein.

Iserlohn -  Dritter Sieg im dritten Heimspiel dieser englischen Woche. Dank einer herausragenden Leistung, insbesondere im zweiten Drittel, sicherten sich die Iserlohn Roosters mit dem 6:1 (2:1, 3:0, 1:0)-Erfolg über die Grizzly Adams Wolfsburg drei wertvolle Punkte gegen einen weiteren direkten Konkurrenten.

Von Mirko Heintz

Mit York und Bassen angetreten, machten die Sauerländer mit gut funktionierenden Reihenkombinationen eines der besten Spiele der Saison. Den allerbesten Start erwischten die Roosters nicht. Wolfsburg kontrollierte das Match, ging deshalb nicht unverdient, nach einem unglücklichen Roosters-Fehler in Führung. Sullivan hatte über die Scheibe geschlagen, Rosa sagte ´Danke‘ fuhr den Alleingang auf Lange und traf (5.). Wirklich schocken ließen sich die Sauerländer aber nicht, erarbeiteten sich stattdessen sogar eine 5:3-Überzahl und glichen nur 77 Sekunden nach der Führung der Niedersachsen aus. Sullivan machte mit seinem Schuss ins obere linke Eck seinen Patzer wieder gut und gab die Initialzündung für sein Team, in der nun auf Augenhöhe geführten Partie engagierter Mannschaften. Dass die Blau-Weißen mit einer 2:1-Führung in die Drittelpause gingen, war Macek und Raedeke zu verdanken, die hervorragend vor dem Kasten nacharbeiteten.

War das Auftaktdrittel teils schon sehr schön anzuschauen, war der Mittelabschnitt überragend gespielt – von den Iserlohn Roosters. Whitmore eröffnete mit einem Schuss ans Lattenkreuz, dann nutzen Whitmore und Connolly Überzahlchancen und bauten die Führung auf 4:1 aus. Wruck mit seinem vierten Tor im vierten Spiel erhöhte auf 5:1, bevor York Sekunden vor Schluss mit seinem Schuss an den Wolfsburger Pfosten der sechste Treffer versagt blieb. Dabei war ein Spielzug, jeder weitere Treffer fast schöner herausgespielt als der vorherige. Kombinationssicher zauberte der IEC, ließ die Scheibe überragend laufen und machte das spielerisch beste Drittel – vielleicht sogar der ganzen Saison. Beeindruckend!

Die ganz hohe Eishockeykunst gab es zwar im Schlussabschnitt nicht mehr zu genießen, dafür ganz viel Souveränität der Gastgeber, die Minute um Minute von der Uhr spielten und dank Chad Bassens Treffer das halbe Dutzend voll machten. Auch Wolfsburgs Aufhol-Könige waren am Freitagabend Abend einfach nicht gut genug für ein Comeback im Spiel.

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