Roosters zähmen die „Bullen“

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Münchens Torhüter Leggio sah sich immer wieder brandgefährlichen Sauerländern gegenüber und gab beim 4:0 durch Connolly keine gute Figur ab. Die Roosters behaupteten sich letztlich mit 5:1 und bleiben daheim eine Macht.

Iserlohn - Auf eigenem Eis sind die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga eine Macht. Gegen Red Bull München sicherten sich die Sauerländer im ausverkauften Hexenkessel am Seilersee einen verdienten 5:1-Erfolg, ließen von der ersten bis zur letzten Sekunde keinen Zweifel daran aufkommen, wer die bessere Mannschaft ist.

Es war 18:37 Uhr am Freitagabend, als Zach Hamill am Seilersee aus dem Auto kletterte, Iserlohns Manager Karsten Mende ihn begrüßte und in die Kabine brachte. 43 Minuten später saß der Neuzugang zum ersten Mal auf der Bank der Roosters, bestritt sein erstes Ligaspiel gegen München. Seit Tagen wurde über die Verpflichtung Hamills spekuliert, am Freitagvormittag konnten die Roosters die Vertragsmodalitäten endgültig klären. Anschließend setzte sich der Neuzugang, der zuletzt für Ambri-Piotta in der Schweizer Nationalliga A unter Vertrag stand, in den Flieger, um seinem neuen Team im ersten Match mehr Tiefe zu verleihen. Damit konnten die Sauerländer, die auf insgesamt fünf Stammspieler verletzungsbedingt verzichten mussten, vier komplette Formationen aufs Eis schicken.

Spielerisch war das erste Drittel mehr als schön anzuschauen. Insbesondere die Gastgeber wollten zeigen, dass es für die „Bullen“ ein hartes Stück Arbeit werden würde, um Zählbares zu entführen. Bis zum ersten Treffer dauerte es fast 14 Minuten, als Blank York am kurzen Pfosten sah und der Leader aus drei Metern zur Führung traf. Auf der anderen Seite hatte Samson zwei gute Gelegenheiten, scheiterte aber an Lange und der gut stehenden Defensive der Iserlohner.

Abschnitt zwei sah die Gäste als bessere Mannschaft. Mathias Lange im Tor der Sauerländer aber wuchs über sich heraus, ahnte drei Ideen der Münchener voraus, hielt die Scheiben in brandgefährlichen Momenten. Offensiv warteten die Roosters geduldig auf ihre Möglichkeiten. Es lief die 24. Spielminute, als Lavallée York vor dem Tor der Gäste sah, den Pass spielen wollte, der von einem Münchener – so schien es – ins eigene Tor abgefälscht wurde. Die Schiedsrichter sprachen den Treffer anschließend York zu, der die Scheibe wohl im Slot noch berührt hatte. Treffer Nummer drei fiel 24 Sekunden vor der zweiten Drittelpause in doppelter Überzahl durch Button.

Das späte Tor im zweiten Abschnitt gab den Roosters Selbstvertrauen. Connollys 4:0 nach einem Fehler von Leggio (47.) bedeutete die Entscheidung. Zwar kamen die Oberbayern knapp fünf Minuten später zum Anschlusstreffer durch Samson, danach aber standen die Blau-Weißen wieder souverän in der eigenen Deckung. Den Schlusspunkt setzte Dupont mit dem zweiten Powerplay-Tor der Roosters in doppelter Überzahl zum 5:1.

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