Skispringer Simon Spiewok nach der Junioren-WM-Premiere im Gespräch

„Ein ganz besonderes Gefühl“

Skispringer Simon Spiewok in Lahti
+
Simon Spiewok vor den Salpausselkä-Schanzen in Lahti.

Lahti – Es war ein Finale in Moll: Mit dem achten und letzten Platz im Teamspringen wurden die deutschen Skisprung-Junioren bei der WM in Lahti am Freitagabend ihrem eigenen Anspruch nicht gerecht, flogen der internationalen Konkurrenz hinterher. Bester Deutscher beim Teamspringen war Simon Spiewok (wir berichteten), der am Donnerstag im Einzelspringen den 26. Platz belegt hatte.

Für Spiewok waren die Tage in der finnischen Wintersport-Hochburg Premierentage. Die Bilanz nach der ersten Junioren-WM-Teilnahme des 19-jährigen Meinerzhageners, der für den TuS Neuenrade springt, fällt deshalb geteilt aus. Ein besonderes Gefühl war es, dabei zu sein, seine Erwartungen aber erfüllte er nicht ganz. Im Gespräch mit Sportredakteur Thomas Machatzke zieht Simon Spiewok ein Resümee.

Simon Spiewok, wie haben Sie die Junioren-WM erlebt? War es vom Gefühl her der wie erwartet ganz besondere Wettkampf?

Es war auf jeden Fall ein ganz besonderes Gefühl. Es war eben nicht so wie ein normaler Wettkampf – sei es FIS-Cup oder Alpencup. Es hatte etwas Besonderes, vor allem, ein Teil vom deutschen Team zu sein und das Land vertreten zu dürfen.

Wie hat sich die Pandemie ausgewirkt?

Leider hat die Corona-Situation das Ganze ein wenig beschränkt für uns, da wir nur im Hotel bleiben durften und an die Schanze – sonst war alles tabu. Es war auch ein tolles Gefühl, dass noch mehr Nationen am Start waren, zum Beispiel die Japaner. Ich bin ein großer Fan von Japan, so war es natürlich für mich persönlich ein tolles Erlebnis, mit den Springern aus Japan sprechen zu können. Und natürlich auch, sich mit anderen Nationen auszutauschen.

Zur Person

Simon Spiewok stammt aus der Nachwuchsarbeit des Ski-Klubs Meinerzhagen und wechselte aufgrund seines Talentes früh an den Stützpunkt nach Willingen. Dort lebt der 19-Jährige im Sportinternat des Hessischen Ski-Verbandes und will im Frühjahr sein Abitur machen.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Sprüngen und Ihrem Abschneiden?

Nicht sehr zufrieden. Das gesamte deutsche Team ist enttäuscht. Wir haben auf jeden Fall noch viel zu tun, um das, was wir im Training bzw. auf Lehrgängen erarbeiten, dann auch im Wettkampf umsetzen zu können, denn dann sind wir auch konkurrenzfähig. Zudem ist das Niveau auch sehr hoch gewesen. Da ist es umso schwieriger, sich zu beweisen. Zum Glück habe ich nächstes Jahr noch mal die Chance, mich zu beweisen und zu zeigen, was ich wirklich kann.

Was sind Ihre nächsten Wettkämpfe und die Ziele für den Rest der Saison?

Am nächsten Wochenende ist in Villach der FIS-Cup geplant. Danach fällt wahrscheinlich alles wegen Corona aus. Also ist ab nächste Woche der Saisonstress bei mir wieder ein bisschen weniger: Ich kann mich dann vor allem auch mehr in der Schule zeigen. Ziele gibt’s eigentlich in dieser Saison keine mehr – am wichtigsten ist, dass ich weiterhin gesund bleibe und mich nicht noch dummerweise verletze.

Simon Spiewok, vielen Dank für das Gespräch!

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare