Schwimmen

Ein großes Fest der Freundschaft

+
Und los geht’s: Ein Start folgte in Ütterlingsen am Wochenende dem nächsten.

Werdohl – Wenn im Freibad Ütterlingsen kleine und große Aktive aus verschiedenen Nationen mit ihren Vereinsfahnen einmarschieren und sich am Beckenrand versammeln, die Nationalhymen ertönen, Vertreter aus der Politik Grußworte sprechen, es herrlich nach Bratwurst oder frischen Waffeln duftet und im Becken zum Teil hervorragende Zeiten geschwommen werden, dann, ja genau dann ist wieder Internationales Schwimmfest in Werdohl.

Strahlende Sieger gab es auch bei der 35. Auflage dieser Großveranstaltung wieder mehrere, Gewinner waren sie aber alle, die an diesem Schwimmfest am Samstag und Sonntag trotz durchwachsenen Wetters, das einige Aktive als „typisch sauerländisch“ bezeichneten, mitwirkten. Ob als Aktive im Wasser, als Zeitnehmer, Wettkampfhelfer, als Helfer an den Verkaufsständen oder auch als Besucher – jeder, der in Ütterlingen dabei war, erlebte ein stimmungsvolles Schwimmfest, das geprägt war von der Freundschaft. Sport, in diesem Fall Schwimmen, verbindet. Das war in Werdohl einmal mehr deutlich zu sehen.

Die Gäste aus Polen, den Niederlanden oder aus Belgien, sie kamen und kommen immer wieder gerne ins Lennetal und verbrachten auch in diesem Jahr zusammen mit den deutschen Schwimmfreunden abseits des Beckens höchst gesellige Stunden. „Das Feedback war wieder sehr positiv“, freute sich Dirk Sommer aus dem Vorstand des ausrichtenden SV 08 Werdohl. Sommer selbst verbrachte zwei Spätsommer-Tage, die eher im herbstlichen Gewand daherkamen, zum Großteil im Protokollraum. „Der Aufwand ist immer sehr groß“, sagt Sommer, „aber wir haben es wieder gemeistert.“ Wie wahr. Alle Vorstandsmitglieder des SV 08, Aktive und ehemalige Aktive, Eltern des Werdohler Schwimmnachwuchses oder Freunde des emsigen Schwimmvereins packten da an, wo angepackt werden musste.

Veranstalter zeigen sich zufrieden

„Es war ein großes Miteinander“, stellte Sommer zufrieden fest. Dass die Wettkämpfe – im und am Becken herrschte bei mehr als einmal 2200 Einzel- und Staffelstarts Hochbetrieb – am Samstag wegen eines Gewitters kurzzeitig unterbrechen werden musste, tat der guten Stimmung unter den 443 Schwimmerinnen und Schwimmern keinen Abbruch. Auch die Tatsache, dass wegen des Hallenbadneubaus nur ein kleiner Teil der Liegewiese genutzt werden konnte, war kein Stimmungsdämpfer. Dafür konnten die angereisten Schwimmfreunde aus dem In- und Ausland den wenige Hundert Meter entfernten Bolzplatz zum Aufschlagen der Zelte nutzen. Rein sportlich betrachtet durfte sich Ausrichter SV 08 über zwei Siege in den Jahrgangswertungen freuen.

Theo Baumgärtel gewann mit seinen 47,16 Sekunden für die 50 m Freistil die Wertung des Jahrgangs 2011, sein Vereinskamerad Joshua Benz siegte in der Wertung des Jahrgangs 2010. Über 50 m Freistil schlug Joshua nach 51,90 Sekunden an. Doch auch die anderen heimischen Vereine durften sich zum Teil über tolle Erfolge in den Jahrgangswertungen freuen. Maria Tatidou von den Wasserfreunden Lüdenscheid wurde in der Wertung des weiblichen Jahrgangs 2011 Zweite, Michelle Zofia Winkler vom SV Plettenberg 1951 holte im Jahrgang 2005 sogar Rang eins.

Vier neue Bahnrekorde

Ihr Plettenberger Vereinsfreund Kelvin Witt wurde Zweiter in der 2008-Jahrgangswertung, ebenso wie Tobias Hahn (Jahrgang 2003.). Auf Rang drei hinter Tobias Hahn folgte mit Jan Lukas Schmidt ein weiteres Talent des SV Plettenberg 1951. Neue Bahnrekorde gab es am Samstag und Sonntag deren vier – und das trotz des nicht gerade freundlichen Wetters. Magdalena Modrzejewska (Jg. 2002) vom MKS-SMS Victoria Racibórz aus dem MK-Partnerkreis Ratibor schlug über die 200 m Rücken nach 2:23,30 Minuten an und knackte mit 1:05,39 Minuten den von ihrer Landsfrau Katarzyna Nawarynska im Jahr 2013 aufgestellten Bahnrekord (1:05,85 min.) über 100 m Rücken. In der Altersklasse 20 der weiblichen Schwimmerinnen stellte die Niederländerin Renée Vanderheyden vom ReVeLie Swim Team über 50 m Rücken in 30,52 Sekunden einen neuen Bahnrekord auf und knackte damit die 30,91 Sekunden, die Lea Kebrle von der SG Ruhr erst im vergangenen Jahr in Ütterlingsen geschwommen war.

Ganz stark auch die Leistung der 4 x 50-Meter-Freistilstaffel der SG Ruhr, die den 2016 aufgestellten Bahnrekord des SV Poseidon Castrop-Rauxel (2:15,59 Minuten) mit der bärenstarken Zeit von 2:03,15 Minuten pulverisierte. Überaus lohnenswert war für die SG Ruhr der Blick auf den Medaillenspiegel. Mit 60 Gold-, 32- Silber- und 38 Bronzemedaillen war der teilnehmerstärkste Verein auch der erfolgreichste. Rang zwei ging an den SV Neptun 08 Finsterwalde aus dem MK-Partnerkreis Elbe-Elster (35/18/15), auf Platz drei landete MKS-SMS Victoria Racibórz (28/28/19). Ausrichter SV 08 landete mit 24 Gold-, 27 Silber- und 15 Bronzemedaillen auf Rang fünf, für den SV Plettenberg 1951 (20/14/5) stand der siebte, für den TuS Neuenrade (4/3/3) der 14. Platz zu Buche. Die Wasserfreunde aus Lüdenscheid (2/6/11) und Balve (2/1/5) landeten im Medaillenspiegel unter anderem vor dem SC „Gut Naß“ Altena (1/0/2) und der SSG Altena (0(0/3).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare