Sterne des Sports

Volksbank verleiht den "Stern des Sports" in Bronze an den RSV Listertal

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Der „Große Stern des Sports“ in Bronze geht an den RSV Listertal. Unser Bild zeigt nach der gestrigen Siegerehrung von links Brigitte Klein (Turbo-Schnecken Lüdenscheid), Ingo Hartmann (RSV Listertal), Stefan Ohrmann (Volksbank in Südwestfalen), Günther Nülle (Kreissportbund MK) und Johannes Schulte (SuS Beckum).

Lüdenscheid – Seit den frühen 2000ern schreiben Volksbanken und Raiffeisenbanken in Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) den Wettbewerb „Sterne des Sports“ aus – so auch im Corona-Jahr, in dem sich der RSV Listertal nun den Sieg auf MK-Ebene gesichert hat.

Der im Meinerzhagener Ortsteil Hunswinkel beheimatete Verein wurde bei der Siegerehrung in den Räumlichkeiten der Volksbank in Südwestfalen mit dem „Großen Stern des Sports“ in Bronze ausgezeichnet. Außerdem heimste der RSV einen Zuschuss in Höhe von 1500 Euro für die Klubkasse ein. Hinzu kommt noch die Teilnahme am Wettbewerb auf Landesebene, wo dem Gewinner der „Große Stern des Sports“ in Silber und die Fahrt zum Bundesfinale nach Berlin winken. 

Der zweite Platz ging an die Turbo-Schnecken Lüdenscheid und Rang drei an den SuS Beckum, was die Volksbank in Südwestfalen mit einem Preisgeld von 1000 bzw. 500 Euro honorierte. 20 Vereine aus der Region hatten sich um den „Oscar des Breitensports“ beworben. 

„Die hohe Qualität der Bewerbungen hat es den Juroren nicht leicht gemacht“, sagte Stefan Ohrmann, Privatkundenleiter für den Bereich Märkischer Kreis bei der Volksbank. Bei dem von den Mitgliedern der Jury bestbewerteten Projekt geht es um Integration und Inklusion. Seit mittlerweile sechs Jahren gibt es unter dem Dach des RSV Listertal die „Ballsportfreunde“. Dahinter verbirgt sich eine offene Fußballmannschaft, d. h. jedes Kind und jeder Jugendliche kann mitspielen. 

Den Kern der Gruppe bilden Kinder und Jugendliche, die am so genannten Fetalen Alkoholsyndrom leiden. Letzteres bezeichnet die Krankheitsbilder, die daraus resultieren, wenn Mütter während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert haben. Dass die Gruppe beim RSV Listertal eine sportliche Heimat gefunden hat, ist letztlich auf die Initiative von Dr. Barbara Wüst zurückzuführen. 

Die in Meinerzhagen ansässige Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie hatte 2014 eine Sportstätte gesucht, die Kinder und Jugendliche, die vom Fetalen Alkoholysndrom (FAS) betroffen sind, regelmäßig zum Training nutzen können. Im Listertal rückte man bei Platz- und Hallenbelegung etwas enger zusammen und ist seitdem um eine Freizeitmannschaft reicher. Dass das Team nicht am Meisterschaftsspielbetrieb teilnimmt, hat unter anderem den Grund, dass FAS-Betroffene vom Leistungsdruck, der in einer Wettkampfmannschaft nun einmal herrscht, überfordert wären. 

Bei den „Ballsportfreunden“ stehen der Spaß am Spiel und der Fairness-Gedanke erklärtermaßen im Vordergrund. Ein großer Teil der „Ballsportfreunde“-Mitglieder ist über den Meinerzhagener Verein Halbinsel e. V. zu der Fußballgruppe gekommen. Halbinsel e. V. unterstützt und begleitet psychisch kranke Kinder und Jugendliche. Dass das heimkinder- und behindertengerechte Konzept der von Jürgen Kullas trainierten Gruppe funktioniert, zeigt der Umstand, dass sie im Laufe der Zeit stetig größer geworden ist. Mittlerweile kommen auch Jugendliche aus überregionalen Heimen eigens zum Training nach Hunswinkel.

Platz zwei für die Turbo-Schnecken Lüdenscheid

Der Firmenlauf 2019 stand als Großveranstaltung unter einem großen Motto: Klimaneutral sollte er in der Lüdenscheider City vonstatten gehen. Dafür setzten die Turbo-Schnecken Lüdenscheid entsprechende Akzente und entwickelten so eine vorbildliche Veranstaltung, zum Beispiel bei der Vermeidung von Müll. Dabei arbeiteten die Turbo-Schnecken mit zahleichen Partnern zusammen und schafften so bei den Läufern ein Gefühl für Nachhaltigkeit und ein besonderes Klimabewusstsein. Für diesen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz werden die Schnecken von der Volksbank mit dem zweiten Platz belohnt.

SuS Beckum sichert sich den dritten Preis

Der SuS Beckum 1920 ist seit 100 Jahren ein fester Bestandteil des Dorflebens in Balve-Beckum. Neben „König“ Fußball werden beim SuS die Breitensportangebote sehr gut angenommen. Auch in Zukunft möchte der Verein eine Institution im Dorf sein, „in der Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft zusammentreffen und voneinander profitieren“ sollen, heißt es. Um diese Ziele zu erreichen, haben sich die Verantwortlichen des SuS Beckum entschieden, die 50 Jahre alte Holzhütte durch ein barrierefreies Multifunktions-Sportheim zu ersetzen. Mehr als 4000 Stunden an Zeit und Kraft investierten die Vereinsmitglieder beim Bau des Sportheimes. So ist ein Treffpunkt entstanden, der auf vielfältige Weise genutzt werden kann. Darüber hinaus gab es während der Pandemie mehrere Aktionen, mit denen der Zusammenhalt gestärkt wurde.

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