Wassereinbruch in der BGL-Halle

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Papierkörbe als notdürftige Wassersammler: In die BGL-Halle regnet's rein.

Lüdenscheid - Völlig überraschend traf die Inlineskaterhockey-Bundesligacracks der Highlander Lüdenscheid am Freitagnachmittag die Nachricht, dass die für Samstagabend (18 Uhr) geplante Bundesligabegegnung gegen den starken Aufsteiger Miners Oberhausen im wahrten Sinne des Wortes ins Wasser fällt. Grund: Auf dem Spielfeld der Sporthalle des Bergstadt-Gymnasiums sammelten sich einige kleinere Wasserlachen.

Und das, obwohl das Dach der BGL-Halle erst im vergangenen Jahr nach fast einjähriger Bauzeit eine komplett neue Dachkonstruktion erhalten hatte.

 Zwar setzte Dierk Gelhausen, zuständiger Abteilungsleiter im Fachdienst Schule und Sport, noch am Freitag Handwerker-Notdienste in Bewegung, doch ob sich bis Samstag die Schadstellen finden und beheben lassen, stand am Freitagabend noch in den Sternen. „Da blieb nur die Möglichkeit, das Highlander-Spiel  direkt abzusagen oder bis Samstagmittag abzuwarten“, zeichnete Gelhausen die möglichen Szenarien angesichts angekündigter Niederschläge auf.

 „Da ist uns das Risiko einfach viel zu groß“, erklärte Highlander-Teamleiter Jonathan Otters, „denn bei unserer Sportart kann schon ein Wassertropfen auf der Spielfläche zu gefährlichen Stürzen führen.“ Deshalb entschlossen sich die Gastgeber, den „Bergarbeitern“ aus Oberhausen und den Schiedsrichtern die Anreise zu ersparen und sagten die Partie in Absprache mit Dachverband ISHD und spielleitender Stelle noch am Freitagnachmittag ab. Die Bundesliga-Begegnung wird nunmehr zu einem neu festzulegenden Termin in der Bergstadt nachgeholt.

Noch nicht abgesagt sind die für Sonntag geplanten Aufstiegsspiele im Handballbereich. „Wie hoffen, dass die Handwerker das Dach noch bis Samstagabend dicht bekommen, dann könnte planmäßig gespielt werden“, erklärte Dierk Gelhausen, „aber da müssen wir erst einmal die Entwicklung und Schadensanalyse abwarten.“

Warum das neue Dach wie zuvor die in die Jahre gekommene alte Konstruktion den Wassereinbruch ermöglicht, konnte Gelhausen naturgemäß nicht beantworten, „das wäre reine Spekulation.“

Tatsache ist jedoch, dass in den vergangenen Monaten und Wochen immer wieder Jugendliche beobachtet worden waren, die sich auf der Flachdachkonstruktion bewegten und sich auch an Lichtschächten zu schaffen gemacht haben sollen. Ob dies aber die Undichtigkeiten hervorgerufen hat, können erst die Handwerker bzw. Gutachter ermitteln. Klar ist aber, dass die Stadt wohl nicht umhin kommen wird, das Gebäudedach kostenaufwendig gegen die ungebetenen Gäste zu sichern.

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