Highlander haben Traumziel Halbfinale in der Hand

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Auch eine Augsburger Überzahl schreckt den Highlander-Torjäger Jiri Svejda nicht: Mit einem Sieg gegen die Fuggerstädter können die Lüdenscheider das Ticket fürs DM-Halbfinale lösen.

LÜDENSCHEID - Die Highlander haben es in der Hand: Ein Sieg trennt die Inline-Skaterhockey-Cracks des LTV 61 noch vom Einzug ins Play-Off-Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Nach dem sensationellen 13:8-Sieg vor einer Woche wollen die „Schotten“ Titelverteidiger TV Augsburg auch am Samstag vor eigenem Publikum in die Knie zwingen und mit einem Erfolg im zweiten Viertelfinalspiel insgesamt schon zum vierten Mal das Ticket für die Vorschlussrunde buchen. Erster Bully ist um 19 Uhr in der „it-consulting-Arena“ (BGL-Sporthalle).

Von einem Matchball möchte Highlander-Coach Carsten Lang aber noch nichts wissen. „Das wird ein ganz anderes Spiel. Augsburg kennt die Situationen, förmlich mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Das ist eine ganz erfahrene Mannschaft, der so etwas nichts ausmacht“, stellt sich Lang auch am Samstag natürlich auf einen brandgefährlichen Gegner ein, der nach der „schlechtesten Leistung meiner Trainerlaufbahn“ (TVA-Trainer Christoph von Külmer) auf Revanche sinnt.

Schon einmal drehte der TVA in der Bergstadt eine Serie: 2010 unterlagen die Highlander mit 2:3 im zweiten Halbfinale und schieden durch eine 8:10-Niederlage im dritten Spiel aus. Das freilich soll sich diesmal nicht wiederholen.

Wenn es nach Carsten Lang, wird es das auch nicht. „Wir haben diesen Spirit, diesen unbedingten Siegeswillen.“ Die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Ende nährt dabei auch das Meisterschaftsspiel, in dem die Highlander den Meister schon einmal bezwangen. „Augsburg ist auf unserer großen Fläche besiegbar, das haben wir schon bewiesen“, sagt Lang.

Dennoch: Dem nahezu perfekten Auftritt in der TVA-Arena vor einer Woche, als die Highlander dem großen Favoriten mit Leidenschaft, Kampf und Klasse die Stirn boten, muss am Samstagabend mindestens ein fast ebenso guter folgen. Dafür haben die Verantwortlichen der „Schotten“ im Vorfeld viel getan. So läuft exakt das Team auf, das in der Fuggerstadt den Titelverteidiger schockte.

Mark-Terry Hall und Tim-Dominik Seuster aus der Zweitvertretung füllen den Kader noch auf. „Wir haben Potenzial in allen drei Reihen. Das müssen wir wieder abrufen“, schwört Lang ein.

Selbst, wenn die Highlander auch die Favoritenrolle nicht annehmen werden, sind Vorfreude und Optimismus immens. Der Druck ist es hingegen nicht. „Die Mannschaft bekommt von mir keinen Druck“, sagt der Trainer. „Den haben wieder die anderen. Jetzt noch mehr als letzte Woche.“ Im Falle einer Niederlage „würde die Welt nicht untergehen“, sagt Lang auch. Aber ein wenig Sorge bereitet dem 42-Jährigen dieser Gedanke schon. Dann nämlich könnte es das letzte Spiel des Iserlohners im BGL als Trainer sein. „Das wollen wir ja nicht hoffen“, verschwendet „Langi“ hieran aber lieber doch keine langen Gedanken. Tim Viebahn

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