Das Derby birgt jede Menge Feuer

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Fehlt den Steel Bulls zum Saisonauftakt im Kreisderby bei den Mambas aus dem Nordkreis: Igor Furda.

Lüdenscheid/Iserlohn - Die Kampfansage könnte kaum deutlicher ausfallen: „Neue Waffen eingetroffen! Alles dabei…von Booom! bis Pling! Saison kann losgehen“, posten die Sauerland Steel Bulls unter dem verbildlichten Verweis auf neues Schlägermaterial auf ihrer Vereinsseite bei Facebook.

Keine Frage, gerüstet wollen sie sein, Spalier dagegen freilich nicht stehen, wenn die Steel Bulls am Samstag gleich bei ihrem Saisoneinstand mit dem MK-Rivalen Menden Mambas die Schläger kreuzen (Zöpnek-Halle Iserlohn, 19 Uhr). Erneut ein echtes Nachbarschaftsduell, tragen die „Bullen“ aus der Bergstadt doch auch in ihrer vierten Zweitligaspielzeit ihre Heimspiele im „Zöpidrom“ im Iserlohner Industriegebiet Sümmern aus, der Heimstätte der Mambas, die  als Gastgeber fungieren.

Keine Gastgeschenke

Gastgeschenke werden die „Giftschlangen“ dagegen wohl kaum bereithalten, zumal das Fonso-Team nach dem verkorksten Saisonstart vor einer Woche beim 3:9 in Krefeld schon auf Wiedergutmachung aus ist. „Gegen uns sowieso“, richtet sich Steel Bulls-„Chef“ Norbert Krause auf einen „heißen Derby-Tanz“ ein, „es wird eng werden“, vermutet das Vereinsoberhaupt. So wie im Vorjahr, als in zwei Spielen jeweils ein Treffer den Unterschied machte. Und der Macher appelliert an die Disziplin seiner Spieler: Aufgrund des verschärften Regelwerks werden ab dieser Saison „versteckte“ Fouls und das kritische Kommentieren von Schiedsrichterentscheidungen noch schneller geahndet, „das hat schon in den ersten Spielen zu vielen Strafzeiten geführt“, hat Krause beobachtet.

Die Mambas können bereits ein Lied davon singen, 34 Strafminuten verbüßten die Hönnestädter zum Auftakt in der Seidenstadt auf der Strafbank. Doch schon die Vorbereitung der Mambas lief nicht ganz geräuschlos ab, verließ ausgerechnet Goalie Daniel „Taylor“ Schneider (2011- 2014 bei den Highlandern Lüdenscheid) dem Vernehmen nach wegen eines Streits mit Coach Fonso seinen Heimatverein und schloss sich dem Erstligisten Samurai Iserlohn an. Unbeirrt dessen erzielte Bruder Robin, der wiederum von Steel Bulls zu den Mambas wechselte, in Krefeld sein erstes Saisontor, was dem von Teamleiter Gerd Guntermann zitierten „Schuss in den Ofen“ zum Saisonstart natürlich nicht zur Besserung verhalf.

Neuzugänge sind integriert

Die Steel Bulls werden diese ersten Störfeuer gerne zur Kenntnis genommen haben, verlief die Vorbereitung mit Ausnahme der Testspiele doch weitestgehend zufriedenstellend, konnten die Neuzugänge prompt integriert werden. Spielertrainer Sascha Jacobs hat allerdings noch nicht alle Mann an Bord. Neben Robert Eefting, der in der ersten Saisonhälfte erwartungsgemäß kaum zur Vefügung steht, fehlen auch Furda, Jones und Schneider.

SSB: Lingenberg, Schwunk – Jacobs, Krause, Reinke, Buchwitz, Rademacher, Zahn, Schmitz, Otto, Prince, Drüke, Grünschläger, Schmidt

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