Highlander steuern stramm auf Play-Off-Kurs

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Danny Kerstholt (links) und Co steuern nach den vier Punkten des Wochenendes vor dem Duell mit Krefeld auf Play-Off-Kurs.

LÜDENSCHEID -  Im Überschwang der Gefühle entglitt so manchem Betrachter schon das Zeitgefühl: Nicht zehn, sondern nur vier Sekunden vor der Schlusssirene war es, als Jiri Svejda die Highlander Lüdenscheid am Sonntag in Uedesheim zum 4:3-Sieg schoss, es hernach bei den „Schotten“ natürlich kein Halten mehr gab.

Fünf bis sechs Punkte aus den beiden Wochenendspielen und der anstehenden Partie am Samstag gegen den Crefelder SC hatte Highlander-Coach Carsten Lang als „heimliches“ Ziel ausgegeben. Nach „zwei richtig guten Spielen“ (Lang) sind es bereits deren vier. Die Play-Off-Träume in der Bergstadt reifen weiter. Insbesondere, da mit den Uedesheim Chiefs ein direkter Konkurrent um die begehrten acht Plätze auf Distanz gehalten wurde und die erst zweite Heimniederlage der Saison beim 4:5 gegen die Bissendorfer Panther keine (unnötige) Unruhe stiftete.

Im Gegenteil: Nach der „Glücksspiellotterie“ Penalty-Schießen „habe ich die Jungs der Kabine zusammengerufen und deutlich gemacht, dass uns auch der eine Punkt noch weiterhelfen wird. Wir haben uns von der Niederlage nicht unterkriegen lassen“, hat Lang in Uedesheim die richtige Reaktion auf das Bissendorf-Spiel, das wahrlich ein gutes gewesen war, festgestellt. Nur in punkto Chancenverwertung war in beiden Spielen einmal mehr Verbesserungsbedarf gegeben. Dass es die Highlander in Uedesheim dann gleich so spannend machen würde, hätte selbst der Trainer nicht gedacht. „Nach dem 3:3-Ausgleich in letzter Minute bin ich schon fast verzweifelt, kamen Erinnerungen an die letzte Saison hoch. Aber dann hat es ja doch noch geklappt. Da kamen die Emotionen richtig raus.“

Im Neusser „ChiefsGarden“ ebenfalls im Fokus: Jonas Mohr. Am Samstag noch von Daniel Schneider gut vertreten, kehrte der Nationalgoalie am Sonntag zwischen die Pfosten zurück und mauserte sich zum „absoluten Rückhalt. Jonas muss man komplett hervorheben. Solche Paraden habe ich noch nicht gesehen“, war Lang voll des Lobes. Paraden, die Hoffnungen des 25-Jährigen auf ein EM-Ticket am Leben erhalten.

Gleiches gilt natürlich für die Play-Off-Ambitionen, denen die Highlander am Wochenende einen Schritt nähergekommen sind. „Ganz klar muss es Ziel sein, uns mit den Besten zu messen“, betont Lang angesichts von 13 Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Play-Off-Platz.

Tim Viebahn

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