Inline-Skaterhockey

ISHD: Befremdliches im Fall Otten

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Nach der Massenkeilerei in der BGL-Halle sah Moritz Otten die Rote Karte, im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft aber spielte er gegen Essen trotzdem mit - die Highlander und viele andere finden das durchaus befremdlich.

Lüdenscheid - Am Wochenende gingen die beiden Play-off-Halbfinals um die Deutsche Meisterschaft der Inline-Skaterhockeycracks über die Bühne und sowohl im Duell zwischen den Kölnern und Duisburgern, als auch zwischen Essen und Kaarst entscheidet erst das dritte Spiel über den Finaleinzug. Doch im Fall Kaarst mit einer überraschenden Wendung.

Juristisch beschäftigte auch noch am Wochenende das zweite Play-off-Viertelfinale der Highlander Lüdenscheid gegen Titelverteidiger Crash Eagles Kaarst zahlreiche Aktive wie Klubverantwortliche aller Klubs. Hintergrund: Nach der Massenkeilerei im BGL erhielten „Schotten“-Stürmer Jiri Svejda und der Kaarster Trainersohn Moritz Otten eine Matchstrafe (Rote Karte). 

Während sich Nationalspieler Svejda nach dem K.o. im Viertelfinale ohnehin schon gedanklich auf die bevorstehende Europameisterschaft in der Schweiz einstimmt, durfte Otten in den Halbfinalduellen gegen Essen schon wieder mitwirken und erzielte in beiden Spielen immerhin vier Tore. 

Ein Aufreger für die Revierstädter sowieso, aber auch für viele Unbeteiligte. Wegen der anhaltenden aufgeheizten Diskussionen im Internet und den sozialen Netzwerken veröffentlichte der Verband ISHD auf seiner Homepage nun eine Stellungnahme – und die erscheint äußerst fragwürdig. Denn nach Auffassung des Verbandes sei entgegen der Spielregel 7.7.1 weder dem Spieler die Rote Karte angezeigt worden noch sei ein Teamoffizieller unmittelbar nach den Geschehnissen über die Matchstrafe informiert worden. 

Eine Auffassung, die befremdlich wirkt. „Uns haben die Schiris schon allein darüber informieren können, weil wir sie als Heimmannschaft bezahlen mussten“, sagt Stephan Seuster, Abteilungschef der Highlander des LTV von 1861. Warum aber Gegner Kaarst nicht über die Roten Karte informiert gewesen sein soll, obwohl ein Teamoffizieller nach dem Spiel den offiziellen Spielbericht gegenzeichnet und sogar einen Durchschlag erhält, wirft erhebliche Fragen auf. Otten also durfte gegen Essen ran, Svejda dagegen dürfte für den Saisonauftakt 2019 „auf Eis liegen“. 

Kassel und Augsburg kehren zurück

Dabei dürfen sich die Highlander in der kommenden Spielzeit nach jetzigem Stand auf zwei Wiederkehrer freuen: Im Finale der Aufstiegs-Play-offs der 2. Bundesliga nämlich stehen sich die Kassel Wizards und der TV Augsburg gegenüber. Das erste Duell entschieden die Fuggerstädter 7:5 für sich. Beide sind durch die Finalteilnahme – zumindest sportlich – bereits für den direkten Wiederaufstieg qualifiziert. 

Aller Voraussicht nach bleiben auch die Commanders Velbert dem Oberhaus erhalten. Die Winzen-Truppe dürfte für die Sauerland Steel Bulls nachrücken, die vor Wochenfrist ihren Rückzug erklärt hatten.

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