Kantersieg für die Highlander in Berlin

+
Überragend: Jonas Mohr (rechts).

Berlin/Iserlohn - 19:3-Kantersieg für die Highlander in Berlin, eine knappe 5:6-Niederlage dagegen in der 2. Bundesliga für die Sauerland Steel Bulls, die sich dem Spitzenreiter aus Kassel beugen mussten. Der Samstagabend hatte es im Inline-Skaterhockey in sich.

1. Bundesliga: Berlin Buffalos - Highlander 3:19 (0:7, 2:5, 1:7)

Die weite Fahrt nach Berlin sollte sich lohnen, hatte Highlander Lüdenscheids Trainer Stephan Mayer vor dem Gastspiel bei den Berlin Buffalos gesagt. Und die Fahrt in die Hauptstadt sollte sich für die „Schotten“ durchaus lohnen: Mit 19:3 (7:0, 5:2, 7:1)-Toren überrollten die Highlander am Samstagabend bemitleidenswerte, aber in dieser Zusammenstellung kaum bundesligataugliche Berliner und haben sich mit Blick auf den Kampf um die Play-Off-Plätze wieder ein komfortables Polster verschafft.

Schon nach 21 Sekunden eröffnete André Bruch den Torreigen in der Lilli-Henoch-Halle und legte fünf Minuten später gleich das 0:2 nach. Die Highlander beeindruckten durch erstklassige Effizienz, allein bis zur ersten Drittelpause hatten die Bergstädter schon sieben Mal ins Schwarze getroffen. Der Torhunger war aber noch lange nicht gestillt, auch wenn die Gäste den „Büffeln“ nun Gelegenheit zur geringen Ergebniskosmetik bot. Nach einer kurzen Verschnaufpause zogen die Highlander aber wieder die Zügel an, in Minute 34 gelangen Heckmann, Svejda und ter Haar in nur 25 Sekunden die Treffer zehn bis zwölf. Auch im letzten Abschnitt keine Spur von Zurückhaltung: Die Highlander spielten sich weiter in einen Rausch und trafen noch weitere sieben Male. Dazu zeichnete sich der bereits im Mittelabschnitt für May gekommene Goalie Klein mehrfach hervorragend aus.

Der Rest war Lüdenscheider Einbahnstraßen-Hockey, konnten sich die Hausherren auch nicht beschweren dürfen, wenn die Highlander mehr als „nur“ 19 Tore erzielt hätten. Bis auf Loecke und Nördershäuser trugen sich alle Feldspieler in die Torjägerliste ein.

Die Highlander-Tore: Bruch (4), Könning (3), Heckmann (3), Otters (3), Svejda (2), Seuster (1), Gleibler (1), Stein (1), ter Haar (1)

Ein Vorgeschmack auf die Play-Offs im Zöpidrom

2. Bundesliga: Sauerland Steel Bulls - Kassel Wizards 5:6 (2:2, 2:2, 1:2)

Ausgerechnet im Gastspiel beim Erzrivalen in der Iserlohner Zöpnek-Arena gelang den "Zauberern" aus Kassel das Meisterstück in der 2. Bundesliga Nord. In einer ungemein leidenschaftlich geführten Partie setzten sich die Hessen bei den Sauerland Steel Bulls unterm Strich verdient 6:5 durch und sind damit nicht mehr vom ersten Rang in der Liga zu vertreiben. Für die Aufstiegsfrage bedeutet dies noch nichts - die Aufsteiger werden nach Saisonende erst in den Play-Offs ermittelt.

Das Kräftemessen der Sauerländer und Hessen war ein schöner Vorgeschmack auf diese Play-Offs. Ein Spiel auf Augenhöhe war es, wobei die Gäste über die gesamte Spieldauer, vor allem aber im letzten Abschnitt ein deutliches Chancenplus hatten. Die Steel Bulls aber hatten Jonas Mohr. Der Keeper der Gastgeber machte ein überragendes Spiel und hielt seine ersatzgeschwächt angetretene Mannschaft quasi im Alleingang im Spiel. 2:2 nach dem ersten Drittel (SSB-Tore durch Sinagl und Bernad), 4:4 nach dem zweiten Drittel (SSB-Tore durch Schmidt und Schneider) - das Spiel war vor dem Schlussabschnitt komplett offen. In diesem Schlussdrittel wehrten sich die Gastgeber gegen einen nun überlegenen Spitzenreiter mehr als zwölf Minuten lang erfolgreich - dann gelang Möller in der zweiten Wizards-Überzahl des Abschnitts doch das 5:4 für den Gast, dem Haaf das 6:4 (57.) folgen ließ.

Die Steel Bulls fighteten zurück und kamen durch Schneider tatsächlich noch einmal auf 5:6 heran. Da waren noch 64 Sekunden zu spielen - 64 Sekunden, in denen Sascha Jacobs noch die große Chance zum Ausgleich hatte - Gästetorwart Morten aber parierte und sicherte seinem Team so vorzeitig den Nordtitel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare