Nächster Dämpfer für Lüdenscheider Zweitligisten

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Unerfreute Blicke aufs Parkett des Zöpidroms: Die Steel Bulls von Norbert Krause gaben gegen Hannover einen bereits sicher geglaubten Sieg wieder aus der Hand.

ISERLOHN - Eigentlich sollte es für die Sauerland Steel Bulls der nächste Angriff auf die Tabellenspitze werden, der nächste Schritt der Aufholjagd – am Ende stand für die „Bullen“ am Samstagabend nach einem Wechselbad der Gefühle aber eine ganz bittere 8:10 (4:5, 4:1, 0:4)-Niederlage gegen die Hannover Hurricanez.

Als Gewinner des Wochenende darf sich somit der spielfreie Spitzenreiter Crash Eagles Kaarst fühlen, denn mit den Kassel Wizards (1:7 in Berlin) patzte auch der Tabellenzweite.

Dabei hatten die Steel Bulls wie zuletzt gegen den Primus aus Kaarst die Weichen eigentlich schon auf Sieg gestellt, gaben eine Zwei-Tore-Führung im letzten Abschnitt diesmal aber noch aus der Hand. Und wie schon gegen Kaarst erwischte das Team der beiden Spielertrainer Johannhardt und Reinke auch gegen Hannover einen „Kaltstart“, erwischten Lübke (2) und Kune die Hausherren schon nach zehn Minuten auf dem ganz falschen Fuß – 0:3. Erst jetzt wurden die Steel Bulls wach und hielten durch Krause, Reinke und Schlicht beim 4:5 zum ersten Drittel-ende immerhin den dichten Anschluss.

Überheblichkeit im Schlussdrittel

Eine nicht ganz unerhebliche Ausgangslage, denn mit viel Schwung und Elan kamen die Steel Bulls aus der Kabine, glichen bereits nach zwei Minuten durch Reinke aus und gingen durch Bohle und Jacksch gar mit zwei Treffern in Führung. Alles deutete auf den dritten Erfolg in Serie hin, da der Abstand auf die ohnehin auch nur mit acht Feldspielern und ohne die starken Janssen und Köhncke angereisten Gäste auch bis Beginn des dritten Abschnitts Bestand hatte.

Diesen Gedanken schienen die Steel Bulls im letzten Sektor aber offenbar zu sehr verinnerlicht zu haben, zunehmend schwang im Spiel der „Bullen“ eine Portion Überheblichkeit mit – gepaart mit vielen leichten Fehlern wurde der Gast zurück in die Partie gerufen, und die Niedersachsen nahmen die Einladung dankend an. Steinert in Überzahl und Lübke besorgten bereits nach zwei Minuten den Ausgleich, Moritz brachte die Gäste von der Leine neun Minuten vor dem Ende erneut in Front. Zuvor war den Steel Bulls allerdings ein Tor aberkannt worden.

Die Schlussoffensive blieb unbelohnt, Steinert machte für Hannover den Deckel drauf und bescherte der Steel-Bulls-Aufholjagd in Richtung Tabellenspitze einen herben Rückschlag.

Tim Viebahn

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