Inline-Skaterhockey, 2. Bundesliga

Der nächste Anlauf in Richtung 1. Liga

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Die Sauerland Steel Bulls starten am Wochenende in die neue Saison.

Lüdenscheid - Die verpasste Chance hängt ihnen immer noch nach. „Zehn Minuten haben uns zum großen Wurf gefehlt. So dicht müssen wir erst einmal wieder herankommen“, sagt Norbert Krause. Die Rede ist vom Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Ein Vorhaben, dem die Sauerland Steel Bulls nun schon zum vierten Mal hinterher hecheln. Neuen Mut haben sie schon wieder geschöpft, neue Kräfte gebündelt, Erwartungen geschürt. Mit dem Derby-Kracher gegen die Mendener Mambas, die ihren Auftakt mit einer 3:9-Schlappe beim Crefelder SC in den Sand gesetzt hatten, geht es am Samstag für die Skaterhockey-Zweitligacracks aus der Bergstadt endlich wieder los (19 Uhr, Zöpnek-Halle in Iserlohn-Sümmern). 

Verteidiger und Teamsprecher Robin Krause muss zum Saisonauftakt gleich einen Spagat bewältigen. Den Spagat zwischen Hockey und sich mehr und mehr entwickelnden Vaterfreuden. „Es kann jeden Moment losgehen“, sehnt der frisch vermählte Ehemann den Nachwuchs herbei, während Vater und SSB-„Chef“ Norbert zwinkernd ergänzt: „Er spielt am Samstag mit einer Handytasche an der Hose, falls es ernst werden sollte…“ 

Keine Frage, die gute Laune haben die „Bullen“ keine fünf Monate nach dem dramatischen Finale von Kassel zurückgewonnen, der Fokus richtet sich mehr denn je auf die neue Saison. In dieser haben sich die Steel Bulls zwar erneut das Erreichen der 2015 erstmals eingeführten Aufstiegs-Play-Offs zum Ziel gesetzt. Auf welchem Rang im Klassement die Lüdenscheider die Hauptrunde abschließen und das Abschneiden gar mit einem Heimrecht für die Play-Offs garnieren, ist zunächst sekundär. 

„Dafür schätzen wir die Liga deutlich stärker ein“, sagt Norbert Krause mit Blick auf die große Konkurrenz. Zwar gilt es, von sechs Gegnern nur drei hinter sich lassen zu müssen, doch erheben mindestens sechs der insgesamt sieben Teams Ansprüche für eines der begehrten vier Play-Off-Tickets. Neben Traditionsklub Crefelder SC, der von der Süd- in die Nord-Staffel umgruppiert wurde, sind dies aber vor allem die Miners Oberhausen. Mit geringeren Chancen stattet Krause die Kontrahenten Berlin und Langenfeld aus. 

Kontinuität beim SSB-Personal

Personell setzen die Steel Bulls dagegen erstmals auf Konstanz. Das Team, das sich erst Mitte der vergangenen Saison so richtig gefunden hatte, nachdem man auf den Einsatz externer Spieler weitestgehend verzichtete, ist überwiegend zusammen geblieben. „Die Mannschaft ist zusammengewachsen“, hat auch Krause bemerkt, „dazu haben wir uns punktuell verstärkt und vor allem in der Defensive an Erfahrung gewonnen.“ 

Da der zurückgekehrte Jan Otto und der aus Uedesheim in die Bergstadt gewechselte Tim Schmitz dazu auch vorne immer für ein Tor gut sind, „sind wir schwerer ausrechenbar. In der Offensive wird sich viel verteilen“, hofft Krause auf neuen Schwung. 

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