Inline-Skaterhockey, 1. Bundesliga

SSB: Nur die Punkte zählen

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Maxi Wieczorek feierte mit den Steel Bulls einen knappen 12:11-Sieg gegen Oberhausen.

Iserlohn - Die Sauerland Steel Bulls sind nach fünfwöchiger Punktspielpause nur um Haaresbreite an einer kleinen Blamage vorbeigeschrappt: Nur hauchdünn mit 12:11 (3:4, 3:5, 6:2)-Toren behielten die Sauerland-Bullen gestern Nachmittag gegen den kriselnden und noch punktlosen Tabellenvorletzten Oberhausen Miners die Oberhand.

„Hauptsache gewonnen – mehr sage ich dazu nicht“, beließ es Sportlicher Leiter Norbert Krause letztlich bei einem kurzen Statement. Vieler Worte hatte es tatsächlich nicht bedurft, denn was die – zugegebenermaßen ebenfalls ersatzgeschwächten – Bergstädter ablieferten, war phasenweise katastrophal und offenbar von verfrühter Siegessicherheit geprägt. 

Die Gästeaufstellung hatte für den Spieler-Optimismus gesorgt: Krause jedenfalls ahnte da schon nichts Gutes. Kein Kreuzmann, kein Eefting; Lenz, Schneider und Hüsken inzwischen außen vor – dafür begannen die „Bergmänner“ aus dem Revier mit vier Akteuren aus der Zweitvertretung und vier Junioren, dazu fand Kämper den Weg ins Zöpidrom eine halbe Stunde zu spät. Aus dem „Stamm“ waren nur Menzel, Dreyer und Michalowski dabei. 

Doch die Gäste erwischten die Steel Bulls eiskalt, profitierten dabei freilich vom kurzfristigen Ausfall von SSB-Stammgoalie Sebastian May (Junggesellenabschied). Vertreter Schwunk erwischte einen rabenschwarzen Tag und griff nicht nur einmal daneben, wurde bei vielen Kontersituationen allerdings auch von seinen Vorderleuten mächtig im Stich gelassen. So führte der Gast bereits nach fünf Minuten 3:1, ehe die Hausherren ab Mitte des ersten Drittels wacher wurden und um Spielkontrolle bemüht waren. 

Der kurzzeitige Ausgleich war folglich verdient, die 4:3-Drittelführung für Oberhausen durch Menzel aber nicht unverdient. Wer nach dem 4:4-Ausgleich des emsigen Fitzner kurz nach Wiederbeginn an eine Wende glaubte, sah sich rasch getäuscht, denn jetzt „saß“ bei den Miners jeder Schuss, brachten allein Dreyer und Dannöhl die Revierstädter bis zur zweiten Pause mit 9:6 in Führung. Klar, der hohe Aufwand forderte seinen Tribut. 

Doch dieses Spiel hätte Oberhausen nicht mehr aus der Hand geben dürfen. Stattdessen ackerten sich die Steel Bulls Stück für Stück heran, bis Tambosi in Unterzahl der Ausgleich zum 11:11 gelang – umstritten, weil Frenzel den Ball für die Referees vor der Linie aufdeckte (52.). Mit einem Gewaltschuss jagte Jacobs das Spielgerät zum Siegtor in die Maschen (53.) und hielt Schwunk gleich zweimal klasse.

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