Brisantes Play-Off-Duell im Breisgau

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Heiß auf die Play-Offs: Sascha Jacobs.

Lüdenscheid - Wenn die Sauerland Steel Bulls am Samstagvormittag gen Südbaden aufbrechen, betreten die „Bullen“ aus der 2. Inline-Skaterhockey-Bundesliga Nord sportliches Neuland: Als eines von acht Teams nehmen die Steel Bulls ab heute den Kampf um die begehrten zwei Tickets für den Aufstieg ins Oberhaus auf, die erstmals in der Geschichte der ISHD in drei Play-Off-Runden vergeben werden.

Als Dritter der Staffel-Nord treffen die Bergstädter dabei am Samstagnachmittag auf den Zweiten der Süd-Gruppe, den HC Merdingen (14.30 Uhr). Während sich die Teams heute auf der schmucken Außenanlage mit der erst im Frühjahr vorgenommenen Überdachung sportlich erstmals gegenüber stehen, hat das Vorgeplänkel bereits Betriebstemperatur erreicht. Die Breisgauer legten ihr Heimspiel ungewöhnlich auf die frühe Nachmittagszeit, um den „Bullen“ eine noch frühere Anfahrtszeit einzubrocken. Die Bergstädter revanchierten sich prompt und setzten das zweite Viertelfinale in einer Woche für Sonntag, 18 Uhr, an, wenn sich manch einer überlegt, in Anbetracht der Strapazen die Reise gar nicht mit anzutreten.

Die Steel Bulls erwartet im südbadischen Weinort jedenfalls ein heißer Tanz: „Uns ist zugetragen worden, dass 300 bis 400 Zuschauer erwartet werden, die sich häufig nur auf den Gegner einschießen“, rechnet Verteidiger Robin Krause mit einer ganz besonderen Merdinger Kulisse. Krause selbst soll heute in der Rolle des Sonderbewachers die beiden Heißsporne Anton Bauer und Alexander Kinderknecht an die „Kette legen“. Das erst vor einer Saison im Unfrieden aus Freiburg zu den Panthers nach Merdingen gewechselte Duo sollte sich jedoch im Griff haben, ist mit Dirk Müller heute ausgerechnet der Ex-Trainer aus Freiburg als Schiedsrichter eingeteilt.

„Es wird brisant“, ist sich Krause sicher. Gleiches gilt für die Annahme, dass die Steel Bulls das Rüstzeug besitzen, um dem HC die erste Heimpleite anno 2015 zuzufügen. „Wir rechnen uns definitiv was aus.“ Personell musste der Überraschungszweite aus dem „Süden“ in jedem Fall schon Federn gelassen. Mit Alexander Brückmann, Nikolas Linsenmaier und Philip Rießle steht ein Trio des DEL 2-Klubs EHC Freiburg wegen der begonnenen Eishockey-Saison nicht mehr zur Verfügung, was gleichermaßen für Topscorer Robert Peleikis (27 Tore, 22 Vorlagen in zehn Spielen) und dessen Engagement beim EHC Bayreuth gilt. Krause erwartungsfroh: „Wir haben einen der leichteren Gegner bekommen.“ Selbst reisen die Steel Bulls weitestgehend komplett an; es fehlen Furda (Arbeit), Schmidt, Rademacher (Urlaub) und Jones.

SSB: Mohr, Lingenberg – Krause, Jacobs, R. Schneider, Reinke, Buchwitz, Drüke, Zahn, Kuhn, Grünschläger, Bernad

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