Highlander freuen sich über "geile Saison"

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Zu den Highlights der regulären Saison gehörte für die Highlander Lüdenscheid zweifellos der 7:3-Derbysieg beim noch amtierenden Deutscher Meister Samurai Iserlohn.

Lüdenscheid - Seit dem Jahr 2011 nun fährt die 1. Inline-Skaterhockey-Bundesliga eingleisig, zum zweiten Mal in Serie zogen die Highlander Lüdenscheid als eine der besten acht Mannschaften in die Play-Offs um die Deutsche Meisterschaft mit.

Von Tim Viebahn-Knötig

Nach Platz fünf im Vorjahr verbesserten sich die „Schotten“ in 2014 nochmals um einen Rang und sicherten sich damit sogar das Heimrecht für die K.o.-Runde. Keine Frage, nachdem zu Saisonbeginn das Primärziel Ligaerhalt ausgegeben wurde, darf die Spielzeit 2014 als voller Erfolg gewertet werden.

Dennoch war die Enttäuschung bei den Bergstädtern nach dem seit der 2:11-Niederlage gegen den TV Augsburg besiegelten Viertelfinal-Aus natürlich groß. Ob des sehr gutes Verlaufs in der regulären Saison schienen die Chancen auf ein Weiterkommen gar nicht so schlecht, doch schon die 4:5-Niederlage im Penalty-Krimi in Spiel eins hatte die Hoffnungen auf ein Minimum schrumpfen lassen. Es kam, wie es kommen sollte: Wie schon in Vorjahr war Augsburg Endstation für die Highlander.

Und dennoch: „Sportlich war ich total angetan. Es war eine geile Saison“, resümierte Dr. Stephan Seuster, Leiter der Skaterhockey-Sparte beim LTV von 1861. „Uns hatten zu Beginn ehrlich gesagt nur wenige auf dem Zettel, wir galten mit Sicherheit als Abstiegskandidat.“

Der Essener Stephan Mayer trat aus dem Schatten von Trainer Carsten Lang, musste nach den Abgängen von Inselmann und den Haaf-Brüdern sowie dem angekündigten Rückzug der Holländer Eefting und Kerstholt um ein gefestigtes Mannschaftsgerüst neue Figuren einbauen. Es gelang: Der zurückhaltende Neu-Trainer, der in einigen Bereichen der Mannschaft das Sagen überließ, baute auf Junioren wie Heckmann, Uedickhoven und Nördershäuser, hatte mit dem vorher schon talentierten Hall eine neue Sturm-„Waffe“ und konnte sich wieder auf einen Jiri Svejda verlassen, der wohl die beste Saison seiner Karriere spielte. 93 Scorer-Punkte (46 Tore, 47 Assists) sind ein eindrucksvoller Beleg. Die Torhüter Mohr und Schneider hatten dagegen riesengroßen Anteil daran, dass die Highlander mit 130 Gegentreffern die zweitbeste Abwehr stellten. Dazu stellen die „Schotten“ neben Mohr mit André Bruch nunmehr einen zweiten Nationalspieler.

Den Kampf um den Titel, den müssen die Highlandern nun aber einmal mehr aus der Ferne verfolgen. Dafür bleibt Zeit genug, um die Planungen für die neue Saison aufzunehmen und voranzutreiben. „Leider haben wir ja jetzt die Zeit“, rümpft Seuster in Gedanken an das Saisonaus noch ein wenig die Nase, „die Wunden sind aber geleckt.“

Neben den üblichen Saisonplanungen – „damit werden wir uns ebenfalls kurzfristig befassen“ – haben sich die Verantwortlichen des Skaterhockey-Erstligisten diesmal aber noch mit einem weitere Thema zu beschäftigen. Nach der Ankündigung der Stadt Lüdenscheid, das Hallendach der BGL-Sporthalle zu sanieren, sind die Highlander fieberhaft auf der Suche nach Alternativen, haben aber noch ein Fünkchen Hoffnung auf einen (vorübergehenden) Verbleib, sollten die Arbeiten entgegen der Absichten der Stadt nicht schon im März beginnen. Die Führungstroika der Highlander um Seuster, Kurt Otters und Christof Mrzyk prüft derzeit sämtliche Optionen. Gespräche mit dem Ligarivalen Samurai Iserlohn über eine Nutzung der Iserlohner Heidehalle haben bereits stattgefunden, „genaue Rahmenbedingungen gibt es aber noch nicht. Es sind aber bereits positive Signale aus Iserlohn gesendet worden“, so Dr. Seuster. Auch die Zöpnek-Halle in Sümmern ist noch Teil der Überlegungen, ein Verbleib in der Bergstadt wohlmöglich an anderer Stelle scheidet dagegen definitiv aus. Auch die Halle an der Höh käme allenfalls für die unterklassigen Teams in Frage, für die Bundesliga ist die Bolzhalle nicht zugelassen. Eine eigene Halle bleibt weiterhin illusorisch. Doch die Zeit drängt: Bereits am 23. November findet in Duisburg die alljährliche Arbeitstagung statt, bei der auch der Spielplan für die neue Saison ausgearbeitet wird. „Bis dahin möchten wir ganz Sicherheit haben“, sagt Stephan Seuster. Immerhin: „Die Stadt hat uns zugesagt, uns bis November ein Update der Planungen zu geben.“

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