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Frust und Keilerei: Aus der Traum vom ersten ISHD-Pokalfinale

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Aus der Traum: André Bruch und Matti Stein haben mit den Highlandern das Pokalfinale verpasst.

Iserlohn - Um 22:09 Uhr war er ausgeträumt, der Traum der Highlander Lüdenscheid von der ersten Finalteilnahme im ISHD-Pokal und damit freilich auch dem ersten Pokalgewinn: Mit 9:13 (2:3, 2:6, 4:5) unterlagen die „Schotten“ im Halbfinalduell beim ewigen Rivalen Samurai Iserlohn.

Statt Finallust hieß es am späten Samstagabend Pokalfrust - und ab kommender Woche wartet wieder der Bundesliga-Abstiegskampf auf die Bergstädter. Dagegen kannte der Jubel bei den Hausherren natürlich keine Grenzen. Die Iserlohner Schwertkämpfer machten ihrem Mitspieler, dem frisch gebackenen Vater Marius Riepe mit dem Finaleinzug, dem ersten seit dem Pokaltitel 2017, ein ganz besonderes Geschenk, der später in der Iserlohner Innenstadt gebührend gefeiert werden sollte. 

Es war ein Erfolg, der auch völlig in Ordnung ging. Die Hausherren, angeführt von ihren Routiniers Linke, Wichern und Brozé, machten ein gutes Spiel, zeigten die viel reifere Spielanlage und hatten das Momentum häufig auf ihrer Seite. Dabei begann das ewig junge Nachbarschaftsduell äußerst verheißungsvoll. 1:0, 1:2, 3:2 – rassig und hochintensiv ging es zu auf der kleinen Spielfläche der Iserlohner Heidehalle, wobei Highlander-Goalie Mohr trotz Rückstandes einen guten Start erwischt hatte. 

Gegen den abschlussstarken Wichern war der Dreifachvater allerdings zweimal machtlos geblieben, und kurz nach Wiederbeginn musste der Schlussmann beim vierten Gegentreffer (24./Hoffmann) verletzt vom Feld. Mit blutendem Finger signalisierte Mohr schnell, dass es für ihn nicht weiter ging. Rotheuler rückte für ihn zwischen die Pfosten, und kurzzeitig fand der Gast deutlich besser ins Spiel, kam durch R. Prince (3:4, 27.) und Ortwein (4:5, 28.) zweimal zum Abschluss, wurde dann aber durch eine unglückliche Hinausstellung gegen T. Bruch zurückgeworfen. 

Das 6:4 durch M. Riepe in Überzahl beflügelte die Samurai förmlich, die ihre Führung kurzerhand auf 8:4 ausbauten. Bei den „Schotten“ entlud sich der ganze Derbyfrust. Nach einer handfesten Keilerei mussten Stein und Orendorz auf Lüdenscheider und die Bongard-Brüder Nico und Patrick das Feld räumen. Bei „2 gegen 2“ hatte M. Riepe in einem langatmigen Mittelabschnitt das letzte Wort – 9:4. 

Düsseldorf Rams zweiter Finalteilnehmer

Die Highlander steckten am Samstagabend zu keiner Zeit auf, gegenüber den vergangenen Spielen in der Heidehalle gaben die Samurais diesmal aber die passenden Antworten. Stein und der von Svejda in Überzahl toll freigespielte Seuster brachten die Bergstädter noch einmal auf 6:9 heran (41./44.). Doch selbst wenn so etwas wie Spannung in der Luft lag, war dies nur eine Momentaufnahme, stellten N. Bongard und Wichern bis Minute 47 auf 11:6. 

Zum Auftritt der Highlander von Samstag gehörten häufig die unglücklichen Augenblicke. Wie die Rettungstat von Ortwein mit der Hand auf der Torlinie, die wiederum Wichern mit dem 12:7 per Penalty bestrafte. Zwar forderte Kapitän Matti Stein für die letzten Minuten und nach Svejdas 12:9 noch einmal „mehr Gas“ ein. Das Anrennen blieb allerdings ein erfolgloses. 

Im Finale treffen die Samurais auf den Ligakonkurrenten Düsseldorf Rams. Die „Widder“ bezwangen den TV Augsburg II im zweiten Semifinale mit 8:5.

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