Mit Leidenschaft zum ersten Heimsieg

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Starke Partie: Mark Terry Hall.

Lüdenscheid - Im zweiten Anlauf hat's geklappt: Nach dem 0:11-Debakel gegen den TV Augsburg bei der Heimspielpremiere betrieben die Highlander Lüdenscheid am Samstagabend gegen den IHC Atting tolle Wiedergutmachung und feierten im zweiten Heimspiel der noch jungen Erstliga-Saison den ersten Heimsieg. Den erwartet starken Aufsteiger zwangen die „Schotten“ in einer rassigen Partie 12:5 (5:2, 3:3, 4:0) in die Knie. Der dritte Sieg im fünften Spiel hat die Mayer-Truppe überraschend auf Platz drei gespült.

Von Tim Viebahn-Knötig

Es war ein Sieg der Leidenschaft, des Kampfes und des Siegeswillens. Die spielstarken Gäste, bei denen nahezu alles über Goalgetter Tim Bernhard und DEL-Ass Marcel Brandt (Straubing Tigers) lief, verlangten den Bergstädtern alles ab, zollten aber im letzten Drittel dem großen Kraftaufwand Tribut.

Die Highlander aber lieferten wohl die bislang beste Leistung der Saison ab, steckten auch den frühen Rückstand durch Bernhard blendend weg: Hall traf nach klugem Svejda-Zuspiel mit dem ersten Heimspieltreffer zum Ausgleich, Svejda selbst besorgte nur sieben Sekunden nach Loeckes Hinausstellung in Unterzahl das 2:1, ehe Hall zum zweiten Mal einnetzte, nachdem eine Abwehr von IHC-Goalie Herzog zum Boomerang geriet (8.). Weiter ging’s: Brandts Anschlusstreffer beantwortete Ortwein bei seinem Saisoneinstand ansatzlos aus spitzem Winkel zum 4:2, bevor Loecke zweifellos der Höhepunkt des ersten Drittels gelang: Elzners Lob an die Hintertorbande drosch der Stürmer volley zum 5:2-Pausenstand in die Maschen (19.).

Svejda vier Minuten in der "Kühlbox"

Kaum wieder aus der Kabine, machte der einmal mehr überragende Svejda schon das halbe Dutzend voll (21.). Doch die Messe war längst nicht gelesen. Bernhard und Brandt, der im Mittelabschnitt 18 Minuten auf der Fläche war, brachten die Niederbayern auf 5:6 heran. Der starke Elzner baute in Überzahl die Führung wieder aus. Und auch die brenzligste Phase des Spiels überstanden die Highlander mit tollem Einsatz, als Svejda für vier Minuten in die „Kühlbox“ musste. Mohr, zuvor selbst hart angegangen, sah in dieser Phase noch „gelb“, als er einem Attinger gefrustet den Schläger aus den Händen schlug (36.). Mit einem tollen Solo stellte Loecke den alten drei Tore-Abstand zur zweiten Pause wieder her (38.).

Mit einem Doppelschlag zu Beginn des letzten Drittels brachen Hall und Heckmann die Gegenwehr der Gäste endgültig, der Faden riss beim Amann-Team nun endgültig. Elzner und Ortwein rundeten mit ihren Treffern zum 12:5-Endstand eine starke Leistung der Highlander ab.

Highlander: Mohr, D. Schneider (n.e.) – Elzner, Svejda, Nördershäuser, ter Haar, Loecke, Hall, Seuster, Uedickhoven, Heckmann, Ortwein, A. Bruch, Stein

IHC:  Herzog, Heitzer (n.e.) – Hillmeier, Tkocz, Bauer, Dünnbier, Welter, Schreyer, Mat. Rothammer, Bernhard, Prasch, Mar. Rothammer, Brandt

Schiedsrichter: Christian Rust (Bochum Lakers) / Dustin Klüting (Samurai Iserlohn)

Tore: 0:1 (1:27) Bernhard (Brandt), 1:1 (5:02/4-3) Hall (Svejda), 2:1 (6:12/3-4) Svejda, 3:1 (8:44) Hall (Svejda), 3:2 (10:45) Brandt (Prasch), 4:2 (12:56) Ortwein, 5:2 (18:11) Loecke (Elzner), 6:2 (21:10) Svejda, 6:3 (21:48) Bernhard (Bauer), 6:4 (25:03/3-3) Brandt, 6:5 (28:31/3-4) Brandt (Bernhard), 7:5 (29:50/4-3) Elzner (Svejda), 8:5 (37:30) Loecke, 9:5 (42:14) Hall (Svejda), 10:5 (42:38) Heckmann, 11:5 (51:20) Elzner, 12:5 (56:25) Ortwein (Svejda)

Strafzeiten: 10 Minuten + gelbe Karten gegen Mohr (36./Fehlverhalten) und Svejda (58./Meckern) für Lüdenscheid, 12 Minuten für Atting

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