7:3-Erfolg in Iserlohn

Unfassbares im Lokalfight: Sieg beim Deutschen Meister

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Drei Vorlagen, drei Tore: Jiri Svejda war der Vater des Derby-Sieges in Iserlohn.

Iserlohn - Es ist ja sportlich gesehen eine ziemlich unglaubliche Woche gewesen. Warum also sollte den Highlandern des LTV 61 da nicht auch etwas Unglaubliches gelingen? Beim Deutschen Meister Samurai Iserlohn drehte das Mayer-Team am Freitagabend einen 1:2-Rückstand nach zwei Dritteln und siegte im MK-Derby nach furiosem Finale 7:3.

Von Tim Viebahn-Knötig

Das erste Drittel begann in der Heidehalle, wie man es hatte erwarten können. Die Iserlohner machten Druck, die Gäste aus der Bergstadt hatten Probleme, die sich zwar nicht direkt in Gegentoren, wohl aber in Zeitstrafen niederschlugen. 

Dreimal in den ersten zehn Minuten musste ein Highlander-Akteur in die Kühlbox. Da roch es nach dem 1:0 für die Samurai, wie es in der Reihenhaussiedlung bei schönem Wetter nach Gegrilltem riecht. Doch so sehr die Iserlohner auch Druck machten – sie waren nicht zwingend, die Gäste überstanden die Situationen allesamt. 

Und dann kam der Moment: Iserlohns Schreiner holte sich eine Zeitstrafe ab. Es war an der Zeit, dem Deutschen Meister zu zeigen, wie eine Überzahl ausgespielt wird. Jiri Svejda war der Vorbereiter, André Bruch der Vollstrecker. Nach 18 Minuten führte auf einmal überraschend der Außenseiter.

Schneller Ausgleich durch Jiri Svejda

Das zweite Drittel verlief ausgeglichener. Die Tore aber erzielten nun die Iserlohner. Bialkes erster Flachschuss war dabei unhaltbar für den guten Mohr (29.), beim 2:1 durch den selben Ex-Highlander sah Mohr nicht so gut aus (39.). Dass es nach zwei Dritteln 2:1 stand, lag auch einer tollen Mende-Parade gegen den völlig freien Loecke (25.).

Das Spiel schien also den erwarteten Verlauf zu nehmen, doch dann passierte das, was niemand erwartet hatte: Bei „3-gegen-3“ nach zwei Strafzeiten aus dem alten Drittel glich Jiri Svejda direkt aus (41.).

 Die Iserlohner machten weiter, aber fanden immer wieder im starken Mohr ihren Meister – und sie ließen dem Gast Raum zum Kontern. Mit Folgen: Loecke (44.) und erneut der überragende Svejda (46.) drehten die Partie binnen drei Minuten. Der Deutsche Meister war geschockt, er taumelte – und die Highlander setzten nach, kamen durch Bruch, Ortwein und nochmals Svejda bis zur 55. Minute zum 2:7.

Es war längst ein Desaster für den entnervten Favoriten. Daran änderte auch der letzte Treffer des Abends durch Neumann zum 3:7-Endstand nichts, aber auch rein gar nicht mehr...

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