"Schotten" bezwingen den Tabellenführer

+
Sorgte für den K.o.: Joachim Könning.

Iserlohn - Eine Woche nach dem höchsten Bundesliga-Sieg seit Erstligazugehörigkeit ist den Highlandern gestern der nächste Coup gelungen: Die „Schotten“ zwangen den Tabellenführer und dreifachen Europapokalsieger TV Augsburg 11:8 (3:2, 3:2, 5:4) in die Knie.

Neun gegen neun hieß es am Sonntagnachmittag in der Iserlohner Heidehalle – mehr Personal hatten beide Teams nicht zur Verfügung. Den insbesondere ohne Top-Torjäger Lukas Fettinger ins Sauerland gereisten Gästen steckte obendrein das Samstagabendspiel gegen die Samurai Iserlohn in den Knochen. Einen Tag nach der 5:14-Klatsche erwischte das Gerstberger-Team gegen die Highlander aber den besseren Start: Nach nur 72 Sekunden staubte Girsig zur Führung ab, dann markierte Gläsel in Überzahl – Stein saß in der „Box“ – gar das 0:2 (6.).

Die Highlander fanden überhaupt nicht ins Spiel, stattdessen verhinderte May in höchster Not gegen Hnida das 0:3 (11.). Aber dann: Zielte Svejda zunächst links am Tor vorbei (12.), machte er es wenige Sekunden und eine Auszeit später besser, als er aus ganz spitzem Winkel traf (12.). Dann sorgte noch Loecke, der Dotterweich abschüttelte, für den Ausgleich (13.), ehe Bruch die Wende perfekt machte – 3:2 (16.). Für die Gäste ein Deja-Vù, hatte der TVA schon am Vortag ein 4:1 verspielt.

Auch ohne Otters, Heckmann, Demuth, Gleibler und Coach Mayer hatten die „Schotten“ nun scheinbar alles im Griff, zumal sich der noch am Freitag 22 Jahre alt gewordene Loecke mit einem Doppelschlag jeweils in Überzahl selbst beschenkte - 5:2. Jedoch eine tückische Führung. Das Spiel „plätscherte“ fortan dahin, die Gastgeber ließen sich förmlich „einlullen“, prompt fand Gläsel die kleine Lücke zwischen May und dem Pfosten zum 3:5 (28.). Gelang Nies gar der Anschlusstreffer (31.), sorgte Svejda zum psychologisch wertvollen Zeitpunkt für Ruhe – 6:4 (40.).

K.o. durch Könning und Svejda

Das nicht unbedingt hochklassige Spiel lebte weiter von der Spannung: Augsburg kam wacher aus der Kabine und traf durch Nies zum erneuten Anschluss (41.), doch mitten in der Drangphase schloss Könning einen Konter eiskalt ab (45.), packte Elzner in Überzahl den „Hammer“ aus und feierte ter Haar sein zweites Tor mit einer Pirouette – 9:5. Der TVA warf mit letzter Kraft alles in die Waagschale, kam zum dritten Mal heran (9:8, 57.), bis Könning und Svejda dem Primus den K.o. versetzten.

Highlander: May, Klein (n.e.) – Elzner, Stein, Bruch, ter Haar, Ortwein, Seuster, Svejda, Loecke, Könning

TVA:  Fuchs, Gleich (n.e.) – M. Nies, Gläse, Höß, Hirschberger, Waldhier, Girsig, Hnida, Becherer, Dotterweich

Schiedsrichter: Latocha (TV Anrath 99ers), Wichmann (Miners Oberhausen)

Tore: 0:1 (1:12) Girsig (Hnida), 0:2 (5:05/4-3) Gläsel (Dotterweich), 1:2 (11:56) Svejda (Bruch), 2:2 (12:42) Loecke (ter Haar), 3:2 (15:19) Bruch (Svejda), 4:2 (21:29/4-3) Loecke (Svejda), 5:2 (23:56/4-3) Loecke (Svejda), 5:3 (27:48) Gläsel (Becherer), 5:4 (31:30) Nies (Becherer), 6:4 (39:48) Loecke (Stein), 6:5 (40:18) Nies (Becherer), 7:5 (44:38) Könning (ter Haar), 8:5 (46:45/4-3) Elzner, 9:5 (52:50) ter Haar (Bruch), 9:6 (53:16) Dotterweich (Hnida), 9:7 (53:38) Nies (Gläsel), 9:8 (56:36) Höß (Hnida), 10:8 (57:11) Könning (Loecke), 11:8 (59:31/eng) Svejda (ter Haar)

Strafzeiten:  8 Minuten + 10 Minuten (5., Stein wegen unsportlichen Verhaltens) für Lüdenscheid, 8 Minuten + 10 Minuten (34., Gläsel wegen Meckerns) für Augsburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare