Inline-Skaterhockey, 1. Bundesliga

Jonas Mohr zum Lehrgang des Nationalteams

Lüdenscheid –   60 Minuten lang trieb er seine Schützlinge an, gab kurze Anweisung an sie, ordnete und genoss das Erreichte nach der Schlusssirene schließlich mit einem Lächeln. „Es war ein schöner Einstand“, freute sich Robert Simon, Neu-Trainer von Inline-Skaterhockey-Erstligist Highlander Lüdenscheid, nach seiner Pflichtspielpremiere an der Bande am Samstagabend, die die „Schotten“ zum Auftakt in die neue Spielzeit gegen den TV Augsburg mit 10:6 für sich entschieden hatten.

Förmlich niedergerungen hatten sie den zwar nur mit zwei Reihen angetretenen, aber nach wie vor mit exzellenten Spielern gespickten TVA, dessen Akteure wohl selbst überrascht schienen ob dieser kämpferisch und läuferisch schon außerordentlichen Leistung der Highlander. „Eine tolle Mannschaftsleistung“, hob Simon die Geschlossenheit hervor. Geschlossen, insbesondere aber entschlossen waren sie, den Einstand ihres neuen Trainers zu einem erfolgreichen zu machen.

Jiri Svejda trifft wieder, Andre Bruch quält sich

Goalgetter Jiri Svejda knüpfte schon wieder da an, wo er in der vergangenen Saison aufhörte, und beteiligte sich gleich an sieben der zehn Treffer. Sturmpartner Andre Bruch stellte sich in den Dienst der Mannschaft, spielte trotz gebrochenen Zehs. Die Nummer 14 agierte zunächst glücklos, wechselte häufig den Schläger, erzielte dann aber das wichtige Tor zum 7:5.

Zuvor „hatten wir eine kurze Schwächephase“, beschrieb Simon, „da waren wir nicht mehr so eng an den Leuten“, wird dem Iserlohner der Abschnitt zwischen Minute 31 und 43 nicht gefallen haben, als die Highlander den Gast aus der Fuggerstadt nach 6:2-Führung auf 6:5 herankommen ließen.

Jungen Spieler werden Einsatzzeiten gewährt

Der Auftakt ist geglückt, allzu große Euphorie wollte der Neu-Trainer, der mit Maurice Mrzyk und Maximilian Anlauf (2. Bundesliga-Spiel) auch den jungen Spielern Einsatzzeiten gewährte, nicht aufkommen lassen. „Das war das erste Spiel. Ich bin früher auch viel gelaufen, jetzt können das die Jungs machen“, wollte Simon mit Lob zwar nicht geizen, dieses aber bewusst dosieren.

Laufen musste Jonas Mohr zwar nicht so viel – das gibt seine Torhüterposition nicht her. Dafür meldete sich der Rückkehrer vor den Augen von Bundestrainer Manfred Schmitz mit einer sehr ordentlichen Vorstellung im Highlander-Dress zurück. Für den ersten Lehrgang der Nationalmannschaft im Hinblick auf die in diesem Jahr anstehende EM in Kroatien wurde der Lüdenscheider als einer von fünf Torhütern am frühen Samstagabend nominiert.

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