Eine neue Zielsetzung nach dem Coup beim Meister

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Nach dem Coup vom Freitagabend will Robin Loecke (links) mit den Highlandern nun unter die „Top 4“.

Lüdenscheid -  7:3 beim Meister: Die Demontage von Titelverteidiger und Kreisrivale Samurai Iserlohn am Freitagabend kam wie ein Donnerhall daher. Für die Highlander Lüdenscheid Anlass genug, fünf Spiele vor dem Ende der Punktspielrunde ein neues Ziel auszugeben.

Von Tim Viebahn-Knötig

„Wir wollen unter die ersten Vier. Wir wollen das Heimrecht in den Play-Offs“, betonte Trainer Stephan Mayer, nachdem die ersten Jubel-Arien auf der Fläche der Iserlohner Heidehalle verstummt waren, aus der Kabine freilich weitere Jubelgesänge tönten.

Die Chance, als eine der vier besten Teams der regulären Runde mit Heimrecht ins Play-Off-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft zu gehen, sind bei vier Heimspielen keineswegs gering, auch wenn noch der am Freitag gerupfte MK-Rivale aus der Waldstadt selbst, Köln und Primus Essen unter den letzten Gegnern sind.

Mit der Leistung von Freitagabend brauchen sich die Highlander jedenfalls keine Sorgen zu machen. Die zweitbeste Defensive der Liga zeigte in beeindruckender Art und Weise auch auf diesem teuflisch schnellen Court in der Iserlohner Heide den Poerschke, Wichern und Neumann ihre Grenzen auf.

„Wir haben es sogar geschafft, das Powerplay der Iserlohner zu unterbinden. Das ist ansonsten eine Waffe“, freute sich Highlander-Trainer Mayer über seinen wieder einmal hervorragend organisierten und mit Mann und Maus verteidigenden Abwehrverbund, in dem Jonas Mohr im Tor als „Turm in der Schlacht“ erneut herausragte. Der Lüdenscheider Schlussmann gewann zum Wochenendauftakt auch das Duell der Nationalgoalies gegen Namensvetter Jonas Mende. Der baute nach starkem Beginn nach und nach ab, bis ihn sich die Highlander „ausgeguckt“ hatten. „Hinterher hat bei ihm auch die Kraft gefehlt“, analysierte Stephan Mayer. Seine Mannen nutzten dies rigoros. Sechs Treffer bedeuteten im Schlussdrittel die beachtliche Wende.

Doch was wären die Highlander ohne Jiri Svejda? Der gebürtige Tscheche und Führende der Bundesliga-Scorerliste spielte auch in dem Derby-Krimi die Hauptrolle und mit seinen Gegenspielern Katz’ und Maus. Drei Tore und drei Vorlagen – so lautete der Arbeitsnachweis des Schalksmühlers am Freitag. „Jiri ist unglaublich. Für mich ist er der beste Spieler der 1. Bundesliga“, war auch Carsten Lang, Ex-Trainer der Highlander und Zuschauer des Derbys, mächtig angetan vom Auftritt Svejdas.

Nächstes Spiel erst am 15. August

Dass das Kreisderby unterdessen mit akzeptablen 12 Zeitstrafen (Wichern kassierte zudem wegen Meckerns „Gelb“) auskam, lag an einem unmittelbar vor dem Spiel einberufenen Gespräch zwischen dem erfahrenen Referee-Duo Drücker/Latocha und den beiden Trainern (bei Iserlohn ersetzte André Grillo den im Urlaub weilenden Spielertrainer Plate). „Eine gute Sache“, befand Highlander-Coach Mayer, der sich nun in den wohl verdienten Ostsee-Urlaub verabschiedet hat. Nach den intensiven Wochen geht es für die „Schotten“ erst am 15. August weiter. Gegner dann erneut: Titelverteidiger Iserlohn.

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