Bittere Heimpleite gegen die Domstädter

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Jonathan Otters und Dustin Heckmann unterlagen mit den Highlandern unglücklich gegen Köln.

Lüdenscheid - Die Highlander Lüdenscheid haben im Rennen um das Play-Off-Heimrecht einen herben wie unglücklichen Dämpfer erlitten: Die „Schotten“ unterlagen am Samstagabend in einem bissigen und nicht immer sauber geführten Duell dem HC Köln-West 4:5 (1:1, 1:2, 2:2).

Von Tim Viebahn-Knötig

Die erst zweite Heimniederlage nach regulärer Spielzeit könnte für die Mayer-Schützlinge eine folgenschwere gewesen sein. Dagegen haben die Domstädter selbst nach dem zweiten Sieg binnen 24 Stunden nun wieder beste Karten auf das begehrte Heimrecht in den K.-o.-Spielen.

Ein Blick auf die Strafenstatistik ließ allerdings erahnen: Die Highlander fühlten sich vom erfahrenen Referee-Gespann Schlüter/Drücker erheblich benachteiligt. In der Tat maßen die Unparteiischen in den Zweikämpfen mit zweierlei Maß. „Es gibt wohl immer noch den Köln-Bonus“, scheute der ansonsten eher ruhige Highlander-Coach Mayer deutliche Kritik nicht. Strittig bereits die erste Strafe gegen Matti Stein, die der Gast vom Rhein durch Esser, der die Kugel aus spitzem Winkel durch die „Hosenträger“ des bärenstarken, aber ebenfalls immer wieder gegängelten Mohr spitzelte, zur Führung nutzte (9.).

2:1-Führung in Durchgang zwei

Hatten beide Teams bis dahin vermehrtes Risiko gescheut, nahm das Spiel nun Fahrt auf: Svejda vertendelte frei vor dem ebenso starken Junioren-Goalie Kreutz, Eßer traf die Latte (beide 11.), und auch Svejda visierte nur den Querbalken an (18.), ehe dem Goalgetter kurz vor der Pause doch noch der Ausgleich gelang (20.).

Der zweite Abschnitt begann wie der erste: mit einer Strafe gegen Matti Stein. Die Unterzahl überstanden die Highlander aber nun und gingen ihrerseits bei der ersten Überzahl in Führung, als Svejda Bruch bediente – 2:1 (28.). Treffer Nummer drei war zum Greifen nah, allerdings fanden die Highlander in Kreutz immer wieder ihren Meister. Zunehmend rieben sich die „Schotten“ nun auch am Referee-Gespann auf: Die Kölner zogen und hielten – meist ohne Folge, während die Schiedsrichter mehrfach das Gespräch mit der aufbrausenden Highlander-Bank suchten.

Quasi „wie aus dem Nichts“ nutzte D. Weisheit ein Marke-Zuspiel zum 2:2-Ausgleich (35.). Nur eine Minute später verwertete Besner ein klasse Eßer-Zuspiel in die Schnittstelle zur erneuten Gäste-Führung. Es ließ sich weiter nicht gut an für die „Schotten“, die nun durch Eßer und D. Weisheit 2:5 in Rückstand gerieten, sich aber noch lange nicht geschlagen gaben.

Svejda verkürzt mit Doppelpack

Und tatsächlich brachte der insgesamt gut abgeschirmte, aber dennoch an allen Highlander-Toren beteiligte Svejda seine Farben mit einem Doppelpack auf 4:5 heran. Noch waren sechs Minuten zu spielen. In punkto Strafzeiten erwischte es statt eines Kölners jedoch wieder einen Bergstädter: Loecke rammte in der Ecke einen Gegenspieler um und musste diesmal zurecht in die Box. Damit war die Niederlage besiegelt.

Highlander: Mohr, D. Schneider (n.e.) – Elzner, Otters, Nördershäuser, Svejda, Bruch, Stein, Loecke, Heckmann, ter Haar, R. Schneider, Hall, Seuster, Uedickhoven, Ortwein

HCK: Kreutz, Skomerski (n.e.) – D. Weisheit, M. Bankewitz, Bury, Marke, Eßer, R. Weisheit, Krause, Besner, Neutzer, Merkel, Ehrgott

Schiedsrichter: Thomas Schlüter (Commanders Velbert) / Marcus Drücker (GSG Nord)

Tore: 0:1 (8:04/4-3) Esser (R. Weisheit), 1:1 (19:30) Svejda (A. Bruch), 2:1 (27:07/4-3) Bruch (Svejda), 2:2 (34:20) D. Weisheit (Marke), 2:3 (36:30) Besner (Eßer), 2:4 (42:05/4-3) Eßer (R. Weisheit), 2:5 (45:24) D. Weisheit (R. Weisheit), 3:5 (48:21) Svejda (A. Bruch), 4:5 (54:05) Svejda (Elzner)

Strafzeiten: 10 Minuten für Lüdenscheid, 2 Minuten für Köln

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