Eine schöne Nordtour und andere Reisen

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Jubelnde Highlander: Nach den Siegen in Bremerhaven und Rostock freuen sich die Lüdenscheider nun auf die Play-off-Reisen.

LÜDENSCHEID - Zwischen 23 und 0 Uhr landete der Tross der Highlander wieder in der Heimat. Erschöpft, aber glücklich. Immerhin kehrten die „Schotten“ mit der Maximalausbeute von sechs Zählern im Gepäck von ihrer Nord-Tour aus Bremerhaven und Rostock und einem Ticket für die Play-Offs als „Schleifchen“ zurück.

Die Reise geht für die Highlander also auch noch nach Beendigung der Meisterschaftsrunde mit dem Heimausklang gegen die Bremerhaven Whales weiter. Zum fünften Mal dürfen die Bergstädter ein Wort mitreden im Kampf um die Deutsche Meisterschaft, zuletzt war ihnen dies 2011 vorbehalten.

Natürlich spielt der Blick auf die Tabelle in den letzten beiden Spielen in Bissendorf und gegen Bremerhaven eine gewichtige Rolle. Dem Spitzenduo aus Iserlohn und Köln wird man im Viertelfinale wohl aus dem Weg gehen, maximal bis auf Rang sechs können die Highlander nur noch abrutschen. Für Highlander-Trainer Carsten Lang ein Verdienst der gesamten Mannschaft. „Die beiden Spiele haben ein Stück weit die Saison widergespiegelt. Wir haben ein sehr erfolgreiches Wochenende hinter uns, das genießen wir“, zog Lang ein durchweg positives Fazit. „In beiden Spielen waren wir auch spielerisch überlegen. Mit unserem Siegeswillen haben wir dann eben auch die Punkte aus Rostock mitgenommen. Wir haben nie aufgesteckt“, war der Jubel nach dem 7:6-Siegtreffer des Tschechen Jiri Svejda am Sonntag riesengroß, nachdem die Highlander zwischenzeitlich in Rückstand geraten waren.

Kerstholt und Eefting kommen zu spät

Überhaupt gehörte Svejda, der schon in Bremerhaven neben Ex-Highlander Matthias Krüer zum Spieler des Spiels gekürt worden war, einmal mehr zu den Erfolgsgaranten – sicherlich neben André Bruch, dem zum zweiten Mal in dieser Saison ein Fünferpack gelang. Lang wollte jedoch keinesfalls nur einzelne Spieler hervorheben: „Es haben alle mitgeholfen, gekämpft und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.“ Der Zusammenhalt innerhalb des Teams ist groß. Vor der Weiterreise nach Rostock, als die Highlander Zwischenstation in der DJH-Jugendherberge am Gertrudenkirchhof machten, ließen die Spieler den Abend in gemeinsamer Runde in der Lübecker Innenstadt ausklingen.

Ein weiterer sportlicher Aspekt: die tolle Disziplin. Lediglich sechs Strafminuten kassierten die Highlander in zusammen 120 Minuten. Das Haar in der Suppe fand Coach Lang freilich dennoch. „In beiden Spielen hatten wir zwei kleine Aussetzer, die zu schnellen Gegentoren geführt haben“, monierte der Iserlohner, „daran müssen wir natürlich noch arbeiten.“

Doch ob sportlich oder organisatorisch – die Reise gen Norden war für die Highlander eine nahezu perfekte gewesen. Da konnten es die Verantwortlichen sogar verkraften, dass das Holländer-Duo Kerstholt/Eefting in Bremerhaven erst zum zweiten Drittel eintraf, da es von einer falschen Anstoßzeit ausgegangen war und dann auch noch im Stau gestanden hatte.

Tim Viebahn

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