Strikter Play-Off-Kurs und der Traum vom Heimrecht

Robin Loecke und Mike Ortwein wurden nach dem Spiel für ihr Engagement mit Präsenten verabschiedet, konzentrieren sich jetzt wieder auf die Aufgaben auf dem Eis.

LÜDENSCHEID -  Zu feiern gab es am Samstag sicherlich so einiges bei den Highlandern Lüdenscheid: Ob die Vaterschaft von Alexander Wille und Falk Elzner, den Ausstand von Mike Ortwein und Robin Loecke, die eine tolle Runde für die „Schotten“ gespielt haben, oder auch nur den 12:6-Pflichtspielsieg gegen den Crefelder SC, mit dem sich die „Schotten“ in die zweite vierwöchige Sommerpause verabschiedeten.

Anlässe waren für einige Akteure also genug vorhanden, um am Samstag noch ins Lüdenscheider Nachtleben auszuschwärmen. Dass sie dazu noch die Puste hatten, war angesichts der schweißtreibenden und Kräfte zehrenden Pflichtspielübung zuvor bemerkenswert. „Schau mal, wie die Jungs pumpen“, deutete Highlander-Trainer Carsten Lang nach dem Spiel auf seine nach Luft ringenden Spieler, die von ihren Anhängern als „Zugabe“ zum elften Sieg im 18. Spiel auch noch zur „Humba Täterä“ animiert wussten. Keine Frage, die Hitzeschlacht in der drückend warmen BGL-Halle gegen das Kellerkind aus der Seidenstadt hatte ihre Spuren hinterlassen.

Daher wollte Carsten Lang auch nicht allzu viele Worte über das sportlich Geleistete verlieren. „Heute zählt allein das nackte Ergebnis und nichts anderes. Was wir wollten, waren drei Punkte – und die haben wir geholt“, stand für den Trainer die Pflichterfüllung im Mittelpunkt. Freilich wurmten den Coach die sechs Gegentore, die aus vielen Situationen entstanden, in denen die Gastgeber etwas unkonzentriert und unentschlossen agiert hatten. Sechs Gegentore – nur die überragenden Samurais aus Iserlohn schossen in dieser Spielzeit im BGL mehr. Köln kam vor rund zwei Monate auf eben jene sechs.

Saisonfinale ohne Ortwein und Loecke

Allen voran das erstaunlich gut harmonierende Tandem Alex Wille/André Bruch sorgte jedoch dafür, dass die Highlander gleich die doppelte Anzahl an Jubelmomenten produzierte – während Wille selbst einmal traf, dafür mehrfach als kluger Vorlagengeber in Erscheinung trat, erwischte Bruch mit fünf Toren einen „Sahnetag“.

Die Highlander bleiben mitdem Sieg strikt auf Play-Off-Kurs, die Teilnahme dürfte den „Schotten“ in den letzten vier Spielen auch nicht mehr zu nehmen sein. Mit einem Auge schielen sie bei einem Punkt Rückstand auf Platz drei vielleicht sogar auf das Heimrecht, das bei Erreichen der ersten vier Plätze im Viertelfinale erteilt wird. Bis dahin haben die Bergstädter aber noch ein strammes Restprogramm vor sich: Neben der „Nordtour“ nach Bremerhaven und Rostock steht mit dem Gastspiel in Bissendorf die dritte Auswärtsaufgabe an, zum Abschluss kommt Aufsteiger Bremerhaven.

Robin Loecke und Mike Ortwein sind dann nicht mehr dabei: Sie wurde nach dem Spiel für ihr Engagement im BGL mit Präsenten verabschiedet, konzentrieren sich jetzt wieder auf ihre Aufgaben auf dem Eis.

Tim Viebahn

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