Inline-Skaterhockey

Bruchlandung beim Play-off-Auftakt

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Die Highlander staunten nicht schlecht: In Kaarst gab's ne richtige Packung.

Lüdenscheid - Ernüchterndes aus Kaarst: Sang- und klanglos 3:13 (1:4, 1:3, 1:6) gingen die Highlander Lüdenscheid zum Auftakt der Play-offs um die Deutsche Meisterschaft im Inline-Skaterhockey gegen die Crash Eagles unter. Es droht das dritte Viertelfinalaus gegen den Titelverteidiger in Serie; am Samstag stehen die „Schotten“ im zweiten Spiel in der BGL-Halle bereits unter Siegzwang.

Einen heißen Tanz hatten die Bergstädter ihren Rivalen versprochen – halten konnten sie es nicht ansatzweise. Die äußerst stattliche Zahl der mitgereisten Anhänger sahen kein gutes Spiel ihrer Mannschaft, das vom Verband ISHD sogar per Livestream im Netz übertragen wurde. 

Das Unheil für die Highlander nahm schon sehr früh seinen Lauf: Nach nur 22 Sekunden die erste Unterzahl (Rotheuler/Beinstellen): 31 Sekunden später nutzte Trainerfilius Moritz Otten das Powerplay mit einem Flachschuss ins Eck zur frühen Führung.

Hiervon erholten sich die Highlander zunächst recht gut. Mit vielen Schüssen versuchten sie den nahezu fehlerlosen CEK-Schlussmann Steffens zu beschäftigen, aus Nahdistanz vergaben aber Kleinschmidt, Unger und Dehnke in Reihe (2.-4.). Mitten in diese kurze Drangphase fiel das 2:0 durch Puhle, der von Wrede per Querpass mit der Rückhand toll bedient worden war. 

Jetzt schon auffällig: Hinten fehlte beim Gast häufig die Zuordnung, kleinste Fehlpässe im Aufbau reichten, damit die Hausherren Gefahr entfachen konnten. Und vorne spielten es die Dietrich, Boschewski und Co. wie beim 3:0 durch Ehlert auch einfach toll aus (12.).

Die auffälligen Momente der Highlander waren dagegen keine guten, vertendelte etwa Rotheuler um ein Haar eine Ballannahme (9.) oder gerieten die Bergstädter wegen eines sehr plumpen Wechselfehlers in Unterzahl (10.). Ihre zweite Überzahl dagegen nutzten die Highlander allerdings: Reinke staubte nach Svejda-Zuspiel souverän ab – nur noch 1:3 (16.). 

Ging da doch etwas für die Blau-Weißen am Niederrhein? Die leider sehr klare Antwort: nein. Nur Bruchteile später bestrafte Dietrich erneut einen sehr einfachen Ballverlust mit dem 4:1 (18.), traf Selbiger kurz darauf nur den Innenpfosten, schraubten L. Otten und wiederum Dietrich nach haarsträubenden Prince-Fehlpass mit dem 6:1 im zweiten Drittel die Führung weiter in die Höhe.

Trotz der wiederkehrenden Rückschläge hatten die Gäste zwischen Minute 28 und 34 ihre beste Phase. Verteilten Svejda und Ortwein zunächst weitere „Fahrkarten“, brachte A. Bruch den vielleicht besten Angriff über drei Stationen erfolgreich zu Ende – 2:6 (33.). Zu Höherem waren die Highlander an diesem Tag aber nicht berufen, dafür brannte es hinten immer wieder zu lichterloh, sah sich Rotheuler viel zu häufig von seinen Vorderleuten im Stich gelassen.

Über 7:2 nach dem zweiten Sektor spielten die Crash Eagles die Partie auch im dritten Abschnitt sauber herunter und feierten am Ende einen veritablen Kantersieg über ambitioniert ins Rennen gegangene Highlander, die einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten. 

Sinnbildlich hierfür allein der Schlusspunkt zum 3:13, als sich Rotheuler die Kugel beim Rettungsversuch ins eigene Netz bugsierte. Unschöne Szene indes noch danach, als Matzken nach einem „gewonnenen“ Check gegen Tim Bruch diesen verhöhnte – das war eines Meisters nicht würdig und sorgte bei den Highlandern zu Recht für Erregung an der Bande.

Highlander-Tore: 3:1 (15:38/4-3) Reinke (Svejda), 6:2 (32:11) A. Bruch (Svejda), 8:3 (48:16) Svejda (A. Bruch)

Die weiteren Play-off-Ergebnisse:
HC Köln-West – Samurai Iserlohn 7:8 n.V.
SHC Rockets Essen – Bissendorfer Panther 8:6

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