"Schotten" fressen sich weiter ein Polster an

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Erneut der überragende Mann: Jiri Svejda.

Lüdenscheid - Die Highlander des LTV 61 fressen sich in der 1. Inline-Skaterhockey-Bundesliga weiter ein Polster an. Gegen die Duisburg Ducks feierte das Mayer-Team im Wonnemonat Mai bereits den fünften Sieg. 9:7 setzten sich die Bergstädter durch.

Von Tim Viebahn-Knötig

Patrick Schmitz wusste schon, worauf es bei seiner Interimsaufgabe in der Bergstadt ankam. „Wir müssen vor allem auf Jiri Svejda aufpassen. Er kann ein Spiel alleine entscheiden“, wurde die Vereins-Ikone der Duisburg Ducks und am Samstag Vertreter des im Urlaub weilenden Trainers Sven Fydrich auf der Vereinshomepage zitiert. Deutschlands Ehrenspielführer Schmitz sollte Recht behalten: Auch der Serienmeister vergangener Jahre wusste die Nummer 66 nicht zu stoppen, mit vier teils prächtigen Toren und einer Vorlage avancierte Svejda auch am Samstagabend beim viel umjubelten 9:7 (3:2, 6:3, 0:2)-Erfolg der Highlander Lüdenscheid gegen die „Enten“ aus dem Revier zum Matchwinner.

Mit dem fünften Sieg im siebten Mai-Spiel hat sich das Mayer-Team in der Spitzengruppe vor der Pfingstpause festgebissen. Gäste-Goalie Rene Hippler hatte am Samstag schon nach sieben Minuten genug. Aus den ersten drei Torschüssen machten Svejda, Orendorz und Bruch drei Tore – entnervt überließ der einstige Nationaltorwart das Feld für Säs. Der machte seine Sache zunächst deutlich besser, und auch seine Vorderleute kamen nun besser auf. Nicht zuletzt durch den Duisburger Doppelschlag nach einer Viertelstunde durch Wilson und Lenz entwickelte sich fortan ein hochrasantes, mit vielen Torschüssen gespicktes Westduell, dem auch die Referees Klüting und Evertz ihre eigene Note verliehen, da sie in vielen Szenen eine klare Linie vermissen ließen.

Ein Gerangel sorgt für Aufregung

Svejda hatte die Highlander gerade erst mit 5:3 nach vorne geschossen, da sorgte ein Gerangel vor dem von Jonas Mohr stark gehüteten Gehäuse für den ersten Aufreger. Obwohl Ducks-Torjäger Lenz seinen Gegenspieler im Torraum über Mohr gestoßen hatte, erhielt Matti Stein wegen angeblich zweier Aktionen eine doppelte Zeitstrafe (29.). Die war allerdings kurze Zeit später kein Problem mehr, weil Wilsons doppeltes Frustfoul das gleiche Strafmaß nach sich zog und Elzner die „3 gegen 2“-Situation zum 6:3 nutzte. Nur eine halbe Minute später bejubelte Svejda das vermeintliche 7:3, das Schiedsrichter Klüting auch schon angezeigt, der schlechter postierte Evertz aber abgepfiffen hatte. Es ging schon recht kurios zu an diesem Samstagabend...

Die Highlander behielten aber die Übersicht und legten munter nach. Begünstigt auch durch den schwächer werdenden Ducks-Goalie Säs. Mit einem seiner unnachahmlichen Soli sorgte Svejda kurz vor Ende des zweiten Abschnitts für ein wenig Ruhe. Recht komfortabel schien sie, diese 9:5-Führung vor dem dritten Drittel. Spannend blieb es dennoch bis zum Schluss.

Weil der wieder schlechter postierte Evertz den Gästen in nahezu identischer Situation wie zuvor Svejda das Tor zusprach, obwohl der für Mohr eingewechselte Schneider prächtig gegen Fiedler geklärt zu haben schien (52.), schöpften die Ducks neuen Mut, mehr als Petrys sehenswerter Treffer im Rückwärtsfallen zum 7:9-Endstand sprang jedoch nicht mehr heraus. Der Highlander-Anhang wusste nach 60 turbulenten Minuten, wen sie mit Sprechchören zu feiern hatten: Jiri Svejda…

Highlander:  Mohr (1.-40.), D. Schneider (ab 41.) – Elzner, Stein, Nördershäuser, Svejda, A. Bruch, Hall, ter Haar, Uedickhoven, Seuster, Heckmann, Orendorz

Ducks: Hippler (1.-7.), Säs (ab 7.) – Schneider, Fiedler, Behlau, Thum, Petry, Lenz, Neuhausen, Clemens, Schlie, Bernhardt, K. Wilson, Kindler

Schiedsrichter: Volker Evertz (Bockumer Bulldogs), Dustin Klüting (HCT Hemer Dragons)

Tore: 1:0 (1:53) Svejda (Orendorz), 2:0 (5:43) Orendorz (Heckmann), 3:0 (6:46) A. Bruch (Elzner), 3:1 (14:03) K. Wilson (Behlau), 3:2 (14:28) Lenz (Schneider), 4:2 (22:35/4-3) Seuster (Orendorz), 4:3 (24:43) Lenz (Schneider), 5:3 (25:53) Svejda (A. Bruch), 6:3 (30:04/3-2) Elzner, 7:3 (32:23/4-3) Svejda (Stein), 8:3 (33:50/4-3) Hall (Svejda), 8:4 (34:44) Schlie (Bernhardt), 8:5 (37:38) Behlau (K. Wilson), 9:5 (39:14) Svejda (Orendorz), 9:6 (51:38/4-3) Fiedler (Lenz), 9:7 (59:06) Petry (K. Wilson)

Strafzeiten: 14 Minuten für Lüdenscheid, 12 Minuten für Duisburg

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