„Jiri Svejda Furioso“ im Jubiläumsspiel

Dieter Orendorz und „Jubilar“ Jiri Svejda haben gut lachen, Felix Gollasch und Danny Sellmann (von links) das Nachsehen: Die Highlander Lüdenscheid feierten am Donnerstag einen 6:3-Heimsieg.

Lüdenscheid - Er erhielt schon vorher eine Flasche Sekt und wurde nach dem Spiel mit Sprechchören gefeiert: Jiri Svejda war der Mann des Abends am Donnerstag beim 6:3 (1:2, 5:1, 0:0)-Sieg der Highlander Lüdenscheid.

Von Axel Krüger

Minute 27 in der Sporthalle des Bergstadt-Gymnasiums: die Highlander Lüdenscheid in Unterzahl. Vier Bissendorfer Panther stehen drei Sauerländern gegenüber, und von denen hat einer den Ball: Jiri Svejda. Dieser eine ist aber schon zu viel für das Quartett von Inline-Skaterhockey-Bundesligaspielern aus der Wedemark. Svejda dreht sich um die eigene Achse, behauptet die Kugel gegen einen, gegen zwei Gegner, geht auf die Knie, behält aber die Kelle am Ball, kommt wieder auf die Beine, geht wieder zu Boden, kommt wieder hoch – schüttelt dann mit einem Mal die Panther-Verteidigung ab, bricht durch und trifft zum 4:3. Riesiger Jubel um den Highlander-Jubilar, der gerade die Partie gedreht hat.

Svejdas neunminütige Show im Mitteldrittel

Es war das 150. Spiel des Tschechen im Trikot der Inline-Skaterhockeyspieler des LTV 61, und dem drückte der Angreifer seinen Stempel auf: Ausgleichstor zum 3:3, erste Highlander-Führung zum 4:3 und dann noch die Vorlage zum 5:3 für Dieter Orendorz. Alles innerhalb von neun Minuten im Mitteldrittel des Spiels, das den Blau-Weißen den fünften Heimsieg in Folge brachte.

Dabei hatte es anfangs noch nicht so gut ausgesehen. Die Gäste bestimmten das Geschehen im ersten Durchgang, schnürten das Mayer-Team in dessen Hälfte ein. Torhüter Jonas Mohr hatte den größten Anteil daran, dass es eine Viertelstunde lang torlos blieb, dann schossen Tommy Sellmann (15.) und Stephan Nebel (17.) eine 2:0-Führung für die Niedersachsen heraus. Matti Stein, der sich vor dem ersten Tor hatte übertölpeln lassen, schaffte zwar mit einer Energieleistung im Alleingang den Anschlusstreffer (18.), doch kurz nach der Pause war erneut Tommy Sellmann für die „Raubkatzen“ erfolgreich (22.).

Vergebener Penalty im Schlussabschnitt

Zwar verkürzte Robin Loecke nur 43 Sekunden später nach energischem Einsatz Mark-Terry Halls, doch Sellmann hätte kurz darauf sein drittes Tor machen müssen. Machte er aber nicht, wurde stattdessen mit seinen Teamkollegen Zeuge des furiosen Auftritts Jiri Svejdas mit zwei Toren (25./27.) und einem Assist für Orendorz (33.) – übrigens ein weiteres Unterzahl-Tor. Orendorz war es auch, der noch vor dem Schlussdrittel den 6:3-Endstand herstellte (40.). In den letzten 20 Minuten verwalteten die Highlander diesen Vorsprung gegen zunehmend ideenlose und resignierte Panther. Die größte Chance im finalen Abschnitt hatte Orendorz, der mit einem Penalty an Bissendorfs Goalie Danny Sellmann scheiterte (56.).

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