Inline-Skaterhockey, 1. Bundesliga

Highlander retten sich mit 8:4-Erfolg ins Abstiegs-Endspiel

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Carsten Lang: Zum zweiten Mal in dieser Saison auf der Highlander-Bank, zum zweiten Mal einen wichtigen Sieg eingefahren.

Lüdenscheid - Die Highlander haben Teil eins ihrer Mission Nicht-Abstieg erfüllt und durften sich über die erhoffte wie erwartete Schützenhilfe aus Essen freuen: Die diesmal wieder von Carsten Lang gecoachten Bergstädter bezwangen am Samstagabend die Duisburg Ducks in einem bis zum Schluss spannenden Duell mit 8:4 (1:1, 5:0, 2:3), während mit den Commanders aus Velbert parallel der einzig verbliebende Konkurrent im Abstiegskampf beim 6:22 eine regelrechte Demission erlebte.

Somit verkürzten die Highlander den Rückstand auf Platz neun auf zwei Punkte und haben in einer Woche noch alle Möglichkeiten, mit einem Sieg beim MK-Derby in Iserlohn den Klassenverbleib zu sichern. Eine Niederlage Velberts in Kaarst vorausgesetzt.

Das letzte Highlander-Heimspiel der Saison war phasenweise ein packendes gewesen. Das Lang-Team bekam es mit äußerst giftigen und aggressiven Gästen zu tun, die auch lange Zeit die Oberhand über dieses Duell hatten. Die Partie begann allerdings äußerst spektakulär: denn schon nach elf Sekunden brummten die guten Referees Böhmländer und Graewer Ducks-Youngster Marten eine fünf Minuten-Strafe auf. Sein Schläger hatte A. Bruch im Gesicht getroffen. 

Aus dieser Überzahl aber schlugen die „Schotten“ kein Kapital, stattdessen legte R. Prince bei einem Duisburger Konter in höchster Not den davon eilenden Petry, der aber beim fälligen Penalty an Mohr scheiterte (5.). Es war also gut was los im BGL, zumal die Highlander noch zweimal „Alu“ erwischten (Bialke, Svejda), die Bergstädter ansonsten aber mangelndes Durchsetzungsvermögen offenbarten. Die Ducks bekamen mehr Zugriff auf das Spiel und gingen nach einem Prince-Ballverlust nicht unverdient durch Petry 1:0 in Front (15.).

Nasenbein-Bruch? Jedenfalls konnte André Bruch am Samstagabend nicht mehr weiterspielen...

Eine weitere „große" Strafzeit gegen den Gast brachten dann aber die Wende: diesmal erwischte Linde erneut André Bruch im Gesicht, schwer aus der Nase blutend musste dieser das Feld verlassen und kehrte auch nicht mehr zurück. Weil das Feld blutverschmiert war, läuteten die Referees schon nach 18:12 Minuten die erste Drittelpause ein. 

Die schienen die Highlander besser genutzt zu haben: Vier Sekunden vor dem tatsächlichen Drittelende fälschte R. Prince einen Ortwein-Schuss zum Ausgleich ab – 1:1 (20.). Nach dem Seitenwechsel rollte dann der von der zweiten Reihe angetriebene Highlander-Express an – und wie: Unger „schweißte“ die Kugel zur 2:1-Führung in den Winkel, R. Prince (27./31.), Stein (28.) und wiederum Unger (29.) stellten in einer völlig einseitigen Phase auf 6:1. Selbst zwei Strafzeiten überstanden die Hausherren schadlos.

Räumte die letzten Zweifel aus: Jiri Svejda.

Der Kraftakt im Mitteldrittel hatte allerdings weitere Opfer gefordert, weil auch der ohnehin angeschlagene Bialke am lädierten Knie vom Feld humpelte, es im letzten Drittel dennoch einmal probierte und mithalf, den Sieg über die Zeit zu bringen. Im letzten Abschnitt bewiesen die Gäste noch einmal Moral, kämpften sich durch drei Treffer bei einem Ortwein-Tor auf 4:7 heran und nahmen sogar viereinhalb Minuten vor dem Ende Goalie Theis für einen fünften Feldspieler von der Fläche. 

Zu diesem Zeitpunkt hatte auf der Gegenseite bereits Rotheuler den völlig geschwächten, weil phasenweise herausragenden Mohr abgelöst. Rotheuler warf sich mit seinen Vorderleuten nun in jeden Schuss, auf der Gegenseite brachte R. Prince das Kunststück fertig, gleich viermal die Kugel nicht im verwaisten Ducks-Gehäuse unterzubringen, bis Svejda für die endgültige Erlösung sorgte.

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