Nach dem 1:0 nicht nachgesetzt – „das ist fatal“

Chance verpasst: Die Sauerland Steel Bulls um Jan Rademacher (Mitte) müssen nach der Heimniederlage gegen Kassel ins dritte Play-off-Spiel. Foto: Krüger

Lüdenscheid -   Matchball vergeben – nichts verloren. Diese Devise gaben die Sauerland Steel Bulls nach dem 6:10 im zweiten Aufstiegs-Play-off-Halbfinalspiel gegen die Kassel Wizards aus. Ein Sieg hätte den Aufstieg in die Inline-Skaterhockey-Bundesliga bedeutet – jetzt muss das dritte Spiel am Samstag ab 19 Uhr im Sportzentrum Baunatal entscheiden, ob Südwestfalen oder Nordhessen im Jahr 2016 erstklassig sein werden.

„In der Serie steht es jetzt wieder 0:0“, meinte Steel-Bulls-Vorsitzender Norbert Krause mit einigem Abstand und sprach ein großes „Danke für den Mega-Support“ aus. Die Fans, die sich vor allem während der Aufholjagd der „Bullen“ im zweiten Drittel bemerkbar machten, waren nach den 60 Minuten ebenso wie die Spieler geknickt, dass es mit dem erhofften Aufstieg nicht geklappt hatte.

Spielertrainer Sascha Jacobs machte den Knackpunkt für die Niederlage am Samstagabend im Iserlohner „Zöpidrom“ darin aus, dass die Sauerländer nach dem frühen 1:0 durch ihren Kapitän Mirko Reinke nicht weiter Druck machten. „In solchen Spielen ist das fatal“, beurteilte er das fehlende Nachsetzen, das den Kasselanern einen Vier-Tore-Lauf zum 1:4-Zwischenstand nach dem ersten Drittel ermöglichte. „Die Wizards haben viel Schlägerglück gehabt, bei ihnen blieben die Bälle an der Kelle, während sie bei uns versprungen sind. Aber dieses Schlägerglück haben sie sich auch erarbeitet“, erkannte Jacobs die kämpferisch starke Leistung der Hessen an.

Im Training noch einmal ans Reißbrett

„Wir werden konzentriert arbeiten, vielleicht noch ein paar Dinge ausprobieren“, kündigte der Spielertrainer zur Vorbereitung auf das entscheidende dritte Spiel an. „Wenn uns jemand vor der Saison gesagt hätte, wir kämen ins Halbfinale und nach zwei Spielen wäre noch alles drin – das wäre für uns ein Riesen-Ding gewesen.“

Auch Krefeld und Atting müssen nachsitzen

Auch das zweite Play-off-Halbfinale geht übrigens über die volle Distanz von drei Matches: Die Krefelder Skating-Bears glichen in eigener Halle durch ein 8:7 (3:3, 4:1, 1:3) gegen den IHC Atting zum 1:1 nach Spielen aus. Die Niederbayern nutzten im Schlussdrittel eine zeitweise doppelte Überzahl, um wieder auf 6:7 aus ihrer Sicht heranzukommen. Das 7:7 fiel sieben Minuten vor Schluss bei numerischem Gleichstand, ehe Krefelds Youngster Jannik Kleindienst 4:11 Minuten vor der Sirene die Seidenstädter wieder in Front schoss. Zum dritten Aufeinandertreffen der beiden Teams kommt es am Samstag um 18 Uhr in Atting.

Axel Krüger

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