Inline-Skaterhockey, 1. Bundesliga

Highlander mit Frustbewältigung

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Tim Bruch feierte mit den Highlandern einen Kantersieg zur Frustbewältigung.

Lüdenscheid - Fünf Tage nach dem von vielen Nebengeräuschen begleiteten Pokalaus in Krefeld haben sich die Highlander Lüdenscheid an Fronleichnam den Frust aus den Kleidern geschüttelt und den vierten Sieg im vierten Heimspiel gelandet: Bundesliga-Aufsteiger Düsseldorf Rams kanzelten die „Schotten“ 13:4 (4:0, 4:2, 5:2) ab und eroberten sich zumindest vorübergehend Rang fünf zurück.

Ihrem erneut sehr gut aufgelegten Goalie Sven Rotheuler machten die Highlander zum 26. Geburtstag damit ein besonderes Geschenk, doch zunächst stand das Geburtstagskind selbst gleich mehrfach im Mittelpunkt. Denn gegen durchaus forsch beginnende Gäste musste Rotheuler zu Beginn häufiger einschreiten als ihm lieb war, agierte aber tadellos. 

Die mit vier Reihen angetretenen Highlander dagegen benötigten einige Minuten, um sich auf die durchaus robuste Spielweise der Landeshauptstädter einzustellen, dann überwand Kleinschmidt jedoch erstmals Düsseldorfs Reserve-Goalie Grins, ehe er kurze Zeit später Svejda zum 2:0 bediente (7./9.). Traf Matzken nur den Pfosten, mussten mit Tim Bruch und Kleinschmidt, der die Strafe für Goalie Rotheuler absaß, fast gleichzeitig zwei „Schotten“ in die „Kühlbox“. 

Die doppelte Unterzahl überstanden die Highlander allerdings bravourös, erntete Svejda sogar Szenenapplaus, nachdem ihm beinahe das 3:0 gelungen wäre (15.). Das sollte jedoch nicht lange auf sich warten, holten die Hausherren aus der doppelten Zeitstrafe gegen M. Sprengöder mit zwei Toren zum 3:0 (Polter) und 4:0 (19.) das Optimum heraus.

Eine beruhigende Pausenführung für die Lang-Schützlinge, die dem Gast jedoch noch nicht demoralisierte – im Gegenteil: Die Rams kamen wie von der Tarantel gestochen aus der Kabine, die junge Wilbert-Truppe agierte bei allem Talent jedoch häufig zu übermütig. 

Die Highlander ließen sich hiervon nur allzu selten anstecken, sondern gaben sportlich die Antwort, wenngleich dem 5:0 durch Roy Prince ein diskussionswürdiger Einsatz von Rotheuler gegen einen Düsseldorfer hinter dem eigenen Tor vorausgegangen war. Hall bei seinem Heimcomeback, Tsakaldis und Svejda schraubten das Ergebnis bis zur 30. Minute auf 8:0. 

Goalie-Zerberus Christian Wilmshöfer (52 Jahre alt, links) mit Carsten Lang.

Carsten Lang mahnte seine Schützlinge aber weiterhin, sich nicht einlullen zu lassen und noch eine Schippe drauf zu legen. Gelangen den Gästen daraufhin zwar prompt die ersten beiden Gegentreffer, stellten die Highlander bis zur zweiten Drittelpause die alten Verhältnisse wieder her – 11:2.

Zu Beginn des Schlussabschnitts machte mit Reinke der zehnte Torschütze das Dutzend voll. Ansonsten plätscherte das Spiel bei schwülwarmen Temperaturen in der BGL-Halle seinem Ende entgegen, gelang es den Highlandern immerhin jedoch nicht mehr, den in der 54. Minute eingewechselten Goalie-Zerberus Christian Wilmshöfer (52 Jahre alt) zu bezwingen. Der Geburtstagsparty für Gegenüber Sven Rotheuler tat dies allerdings keinen Abbruch.

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