Die Konkurrenz bläst zur Attacke auf die Samurais

LÜDENSCHEID - Die Jagd auf Meister Iserlohn kann beginnen: 96 Tage, nachdem die Samurais zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte die Deutsche Meisterschaft im Inline-Skaterhockey holten, geht die eingleisige 1. Bundesliga mit dem Auftaktspiel zwischen den Rhein Main Patriots und Aufsteiger IHC Atting in ihre dritte Spielzeit.

Toptransfer vor der dritten eingleisigen Bundesligasaison: Torjäger Christian Sohlmann kehrt von Europacupsieger Augsburg zu den Rockets Essen zurück.

Von Tim Viebahn 

Auch die Highlander Lüdenscheid hätten eigentlich das Auftaktprogramm am Samstag, 1. März, schmücken sollen – das Heimspiel der „Schotten“ gegen die Bissendorfer Panther wurde allerdings im gegenseitigen Einvernehmen auf den 29. Mai verlegt. So greift das Team von Neu-Trainer Stephan Meyer mit den meisten anderen Liga-Teams erst am 8. März ins Geschehen ein, zum vierten Mal in Folge fällt dann bei den Crefelder Skatingbears der Startschuss für die neue Runde.

Die Namen der Titelkandidaten sind indes gleich geblieben: Neben Doppel-Meister und dem amtierenden Europacup-Sieger TV Augsburg, der allerdings den Weggang von Torjäger Christian Sohlmann (kehrt nach Essen zurück) zu verkraften hat und Titelverteidiger Samurai Iserlohn, gehören Vorjahresfinalist Köln und Rekordmeister Duisburg Ducks zu den heißesten Anwärtern. Erstaunlich: Alle vier Topteams hielten sich in der Transferphase vornehm zurück.

Dies sieht beim Rest der Liga freilich anders aus. Die Uedesheim Chiefs lotsten mit Kobe, Gregoire und Bothe ein Trio aus Krefeld nach Neuss und verstärkte sich mit dem starken Youngster Matzken. Zudem übernahm Wolfgang Hellwig wieder das Zepter beim Pokalsieger für Interimscoach Marcel Mörsch, der zurück auf die Fläche kehrt. Das Ziel kann angesichts des starken Kaders nur Play-Offs lauten.

Gleiches gilt für die „Raketen“ aus Essen, die mit Unterstützung des Hauptsponsors nun als „Wohnbau Rockets“ an den Start gehen. Rückkehrer Christian Sohlmann gilt hier sicherlich als Top-Transfer des Winters.

Für frischen Schwung wollen auch die beiden Aufsteiger sorgen: Den Crash Eagles Kaarst, die sich 2012 mit den Highlandern einen engen Kampf um den Ligaverbleib lieferten und den Kürzeren zogen, glückte der direkte Wiederaufstieg. Das Ziel Klassenerhalt gehen die „Adler“ mit der Verpflichtung von DEL-Profi Adrian Grygiel (Augsburger Panther/zuletzt Bockumer Bulldogs) höchst offensiv an, mit dem IHC Atting wird sich derweil ein neues Gesicht in der Liga präsentieren. Mit Rene Röthke bauen die Bayern dabei ebenfalls auf einen Kufen-Crack aus der DEL.

Einen jeweils nicht unerheblichen Aderlass müssen die Bissendorfer Panther und die Crefelder Skatingbears verkraften, bei denen zahlreiche Stammkräfte ihre Klubs verließen. Zumindest die „Raubkatzen“ aus der Wedemark zeigten sich davon in der Vorbereitung unbeeindruckt, wie der Triumph beim Hockeyzentrale-Cup in Köln vor einer Woche deutlich belegt.

Und die Highlander? Die „Schotten“ begleiteten in der Vorbereitung viele Fragezeichen und Unwägbarkeiten, aus denen die Bergstädter unter Neu-Coach Meyer freilich gestärkt hervorgehen wollen. Ein guter Start in der Seidenstadt ist da schon von großer Bedeutung, gastiert mit dem TV Augsburg nur eine Woche später doch bereits das erste „Schwergewicht“ im BGL.

Rubriklistenbild: © Viebahn   

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