Hoffen auf Initialzündung bei Highlander Lüdenscheid

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Highlander Lüdenscheids Goalie Sebastian May tat sich in der Kölner Schlussoffensive als Turm in der Schlacht hervor.

Lüdenscheid - „So kann es weitergehen.“ Es war, als wäre Highlander Lüdenscheids Coach Stephan Mayer und seinem Team gerade erst eine zentnerschwere Last von den Schultern gefallen. Mit einem satten Grinsen brachte der Trainer des Lüdenscheider Skaterhockey-Erstligisten seine ganze Zufriedenheit über den ersten Sieg der Saison zum Ausdruck.

Von Tim Viebahn-Knötig

Nach drei Niederlagen in Folge gelang den „Schotten“ ausgerechnet gegen den amtierenden Deutschen Meister HC Köln-West die ersehnte Wende. Der 9:6-Erfolg gegen die Domstädter bildete eine Premiere gleich in zweierlei Hinsicht: Neben den ersten drei Zählern auf der Habenseite feierten die Highlander gleichzeitig den ersten Sieg nach regulärer Spielzeit gegen das Team von Trainer Victor Martinez überhaupt im vierten Jahr seit Wiedereinführung der eingleisigen 1. Bundesliga. Beim bis dato einzigen Triumph hatten die Highlander 2013 erst nach Penalty-Schießen als Sieger festgestanden. Keine Frage zudem: Der (nicht zwingend einkalkulierte) „Dreier“ soll Auftrieb geben für die kommenden Spiele, um den Fehlstart zu korrigieren und noch rechtzeitig auf Play-Off-Kurs zu steuern.

Der Sieg gegen Köln war unterdessen ein Sieg des Willens gewesen. Ein Sieg, der in der Schlussviertelstunde zwar zur Zitterpartie geriet, aber vollauf verdient war. Von der Kölner Führung, der einzigen im gesamten Spiel, und den Anschlusstreffern zum 2:3 und 5:7 „haben wir uns nicht verunsichern lassen“, hob Highlander-Trainer Mayer die Disziplin seines Teams hervor, „heute hatten wir immer die richtige Antwort parat.“

Und dazu die richtigen Protagonisten: Ob dem unermüdlichen Antreiber Jiri Svejda, dessen Hattrick im ersten Drittel die Highlander auf die Siegfährte brachte, Goalie Sebastian May, der sich nach seinem starken Auftritt in Augsburg vor allem in der Kölner Schlussoffensive als Turm in der Schlacht hervortat oder Dieter Orendorz, der bei seinem Saison-Debüt für die Highlander gleich überzeugte und zudem doppelt traf – insgesamt gesehen war es der Sieg eines starken Kollektivs gewesen. In die Karten spielte dabei freilich, dass die Highlander erstmals in der noch jungen Saison auf drei Reihen setzen konnten. Die Alternativen werden größer, gibt am Samstag Neuzugang Joachim Könning in Assenheim seinen Einstand.

Highlander in Kontakt mit DEL-Profi Kevin Orendorz

Aber a propos Orendorz: Dem Vernehmen nach haben die Highlander auch Kontakt zu Orendorz-Bruder Kevin aufgenommen, bislang mit Förderlizenz für die Duisburger Füchse ausgestatteter DEL-Profi der Krefelder Pinguine, den es zur neuen Saison allerdings nach Bremerhaven zieht.

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