Heinrich trifft die Sauerland Steel Bulls ins Mark

Die Steel Bulls unterlagen in Kassel unglücklich.

BAUNATAL -   Sie haben gekämpft, gerackert und geackert, tolle Moral bewiesen – dennoch standen die Sauerland Steel Bulls am Samstagabend im Sportkomplex Baunatal mit leeren Händen da: 6:7 (1:3, 1:2, 3:2) unterlagen die „Bullen“ den Kassel Wizards nach 60 ganz spannenden Minuten und haben damit eine große Chance verpasst, Boden auf die Spitzenpositionen gut zu machen. Stefan Heinrich traf die Bergstädter vier Minuten vor der Schlusssirene ins Mark.

Im Sportkomplex entwickelte sich zunächst eine zähe Begegnung mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten, erst per Abstauber brachte Göbel die Hausherren nach sieben Minuten in Führung. Neuendorfs sehenswerter Sololauf bedeutete aber kurze Zeit später den Ausgleich, den die Gastgeber prompt durch Preuß beantworteten. Die Wizards gerieten darauhin in Überzahl, weil Schlicht in die „Kühlbox“ musste – in Unterzahl bediente Dmitriev jedoch Johannhardt, der eiskalt zum 2:2 „einnetzte“ (17.). Zum moralisch ungünstigen Zeitpunkt besorgte Frölich jedoch noch vor der ersten Pause den dritten Führungstreffer der Nordhessen – und dieser brachte die Steel Bulls mächtig ins Wanken.

Nach Wiederanpfiff standen die „Bullen“ völlig neben sich, S. Heinrich nutzte die Umstellungsprobleme der Gäste nach Unterzahl zum 4:2, kaum hatte Doual für Opfermann das Feld geräumt, musste auch dieser umgehend hinter sich greifen – 5:2 (Frölich, 36.). Dmitriev hielt die Sauerländer mit Treffer Nummer zwei kurz vor der zweiten Pause aber noch im Spiel und bereitete den Nährboden für einen dramatischen Schlussabschnitt.

Otto traf nur den Außenpfosten (41.), Neuendorf vergab frei stehend (43.) – Frölich machte es auf der Gegenseite besser: sein Treffer, dem allerdings ein Foul vorausgegangen war, ließ die Wizards weiter wie der sichere Sieger aussehen (44.). Die Steel Bulls steckten aber nicht auf. Von der Kartenflut schier unbeeindruckt – Bohle sah „gelb“, Reckers erst „gelb“, dann „gelb-rot“ –, kamen die Gäste durch einen Krause-„Hammer“ in den Winkel (49.), Johannhardts Schlagschuss (50.) und Dmitrievs Powerplay-Tor (51.) binnen zwei Minuten zum viel umjubelten Ausgleich. Dreieinhalb Zeigerumdrehungen vor dem Ende machte Stefan Heinrich den veritablen Kraftakt der Gäste aber zunichte.

Tim Viebahn

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