5:4 nach Penaltys „Schotten“ stürzen Meister TV Augsburg

Ein Augsburger Quartett gegen Jiri Svejda: Mit vereinten Kräften behinderten TVA-Goalie Sebastian Gleich (Nummer 33) und seine Vorderleute den Highlander-Stürmer so sehr, dass dieser Ball noch am Tor vorbei ging. Foto: Viebahn

LÜDENSCHEID - Die Highlander Lüdenscheid haben den nächsten Favoriten gestürzt: Nach dem HC Köln-West und den Duisburg Ducks bezwangen die „Schotten“ mit dem TV Augsburg am Sonntag den zweimaligen Deutschen Meister mit 5:4 nach Penaltyschießen.

Der Titelverteidiger präsentierte sich im BGL alles andere als überragend, mit seinen Ausnahmespielern Fettinger, Sohlmann und Becherer und starken Youngstern (Klimek, F. Dietrich) aber immer noch stark genug, um die Highlander stark in Verlegenheit zu bringen. Die fanden ihrerseits lange Zeit gar nicht ins Spiel und hatten zudem an ihrer ungenügenden Chancenauswertung zu knacken. Wille verpasste so die frühe Führung, als er nach Arzts Lapsus TVA-Goalie Gleich nur anschoss (4.), im direkten Gegenzug bescherte Becherer den Gästen dann das 1:0. Scheiterten hiernach Bruch und Svejda gleich reihenweise an Gleich, leitete Elzner geschickt den Ausgleich durch Svejda an, als er einen Schuss antäuschte, die Kugel aber zum Tschechen durchsteckte (12.). Die Freude indes war nur von kurzer Dauer, da Fettinger am schnellsten schaltete, nachdem Mohr einen Sohlmann-Schuss abprallen ließ – 1:2 (15.).

Elzner trifft im Nachsetzen

Blieb Mohr zu Beginn des zweiten Abschnitts jeweils Sieger gegen Becherer und M. Nies (25.), schlugen die Highlander abermals zurück: A. Haaf traf zunächst nur „Alu“, im Nachsetzen drückte Elzner die Kugel aber über die Linie (26.). Doch wieder legte der Meister vor, nun sogar doppelt: Erst machte Florian Nies nach Doppelpass mit Bruder Maximilian die dritte TVA-Führung perfekt, dann „rammte“ Fettinger den Ball ins Tor, stürzte dabei noch über Mohr – der Treffer zum 4:2 aber zählte (38.). Anders als auf der Gegenseite, als Gleich bei der Torverhinderung gegen A. Bruch das Tor mit nach hinten schob, die Highlander den Ball hinter der Linie wähnten und auch Schiri Rust auf Tor entschied, die Entscheidung aber revidierte (40.).

Kerstholt nutzt die einzige Überzahl

Die einzige Überzahl der „Schotten“ nutzte Kerstholt nach Wiederbeginn dann aber für den Anschlusstreffer (43.). A. Bruch vergab dann die nächste Großchance zum Ausgleich, den Stein anschließend jedoch per wuchtigem Flachschuss markierte (47.). Die Highlander waren nun dichter am fünften Tor als der Gast, doch M. Haaf und Wille ließen besten Gelegenheiten aus. Augsburg hingegen gab sich mit dem Remis zufrieden – und es blieb am Ende auch nur bei einem Zähler für die Schwaben, da mit Wille der fünfte Highlander-Schütze im Penalty-Schießen traf und Mohr gegen M. Nies final parierte.

Tim Viebahn

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